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7 Tipps zum sicheren Freiwasserschwimmen

Im Sommer ist es nicht nur ein gutes und wichtiges Training im Freiwasser zu schwimmen, sondern es bringt Abwechslung und macht Spaß. Doch das Freiwasserschwimmen birgt auch einige Gefahren. Damit du dich sicher im Freiwasser bewegst, haben wir sieben Tipps zur Sicherheit beim Freiwasserschwimmen zusammen gefasst.

1. Sichtbare Badehaube in Signalfarbe

Der schwarze Neoprenanzug in Kombination mit keiner oder einer unauffälligen dunklen Schwimmhaube machen dich im Freiwasser schwer sichtbar (vergleichbar mit einem schwarz gekleideten Fußgeher in der Dunkelheit). Gerade auf großen Seen wo Schiffsverkehr und womöglich Wellengang vorherrscht kann eine mangelnde Signalausrüstung Gefahren bergen, falls du nicht rechtzeitig erkannt wirst. Deshalb raten wir beim Freiwasserschwimmen immer eine auffallende Badehaube (z.B. in Gelb, Neon grün, Pink, o.ä. ) zu tragen.

2. Aufblasbare Schwimmboje

Die aufblasbare Schwimmboje (Rettungsboje) bindest du dir vor deiner Freiwasser-Schwimmeinheit um die Hüfte und ziehst sie beim Schwimmen hinter dich her.  Diese Boje bietet dir in zweierlei Hinsicht Vorteile: zum einen macht sie dich viel besser sichtbar und zum anderen bietet sie dir Schutz, beispielsweise bei auftretender Unsicherheit oder einem kleinen Schwächegefühl während dem Schwimmen. Darüber hinaus können auch Wertsachen darin verstaut werden. Wir haben die Schwimmboje schon seit einiger Zeit im Einsatz und möchten sie nicht mehr missen. Unserer Meinung nach ein Must-Have für jeden Freiwasserschwimmer.

3. Zu Zweit oder in der Gruppe schwimmen

Begleitung zu haben erhöht einfach die Sicherheit aller Schwimmer. Denn Hand aufs Herz, alleine kann einem schon manchmal ein mulmiges Gefühl überkommen. Das kann an der Farbe des Sees liegen,  an der fehlenden Orientierung, an Booten oder wenn große Fische unseren Weg kreuzen. Die Begleitung gibt uns mehr Selbstsicherheit und außerdem werden wir in der Gruppe früher wahrgenommen als ein einzelner Schwimmer.

4. Begleitung durch Boot oder SUP (Stand Up Paddle)

Eine weitere gute Möglichkeit ist das Begleiten des Schwimmers mit einem Boot oder SUP. Das machen wir selber im Sommer regelmäßig und haben uns dafür ein aufblasbares SUP besorgt. Während der Schwimmer beruhigt sein Schwimmtraining absolviert, begleitet der andere und trainiert währenddessen am SUP seine Koordination sowie die obere Rumpf-, Arm-und Rückenmuskulatur. Macht Spaß und das Stand Up Paddeln ist ein tolles Alternativtraining.

5. Schiffe, Boote, Surfer im Auge behalten

In offenen Gewässern gilt es immer den Verkehr im Wasser bereits an Land zu beobachten und die Schwimmroute dann dementsprechend zu wählen. Natürlich ist die Beobachtung auch während dem Schwimmen unabdingbar. Gehe nie davon aus, dass du gleich gesehen wirst, falls ein Schiff, Boot oder Surfer näher kommt. Wenn du dir unsicher bist, welchen Kurs es einschlägt, höre am besten zum Schwimmen auf. Beobachte und strecke den Kopf so hoch wie möglich aus dem Wasser und mache dich bemerkbar. Schwimme erst dann weiter, wenn du dich sicher fühlst und ändere gegebenfalls deine Route.

6. Wasser- und Wetterbedingungen beachten

Bei Wellengang gelten andere Gesetzte als bei ruhigen Wasserbedingungen. Gerade beim Atmen, Sichten und Orientieren sind die Unterschiede sehr groß. Bei  Wellengang solltest du nur als geübter Freiwasserschwimmer trainieren und niemals unbeaufsichtigt bleiben. Es braucht seine Zeit um sich an Wellen zu gewöhnen. Besonders im Meer und unbekannten Gewässern gilt es vorsichtig zu sein und auch auf Strömungen zu achten.

Christian: „Ich persönlich fühle mich bei ruhigem Gewässer sicherer. Bei hohem Wellengang trainiere ich auf unsere heimischen Seen nicht, da dies oft mit Sturm und Unwettern verbunden ist. Dieses Risiko gehe ich nicht ein, nur um mein Training durch zuziehen. Auch nicht bei aufkommenden Gewittern, egal ob im Freibad oder in offenen Gewässern. Allerdings nutze ich jede Gelegenheit im Urlaub bei normalen Wellengang im Meer zu schwimmen. Dabei suche ich mir eine Strecke in Strandnähe. Hier achte ich besonders, keine Welle zu Verschlucken und das „auf eine Seite atmen“ zu üben. Den besonderen Reiz macht es für  mich aus, die Welle zu spüren und am oberen Totpunkt der Welle zu Sichten und nach vorne zu atmen.“

7. Orientieren & Wahl der Schwimmstrecke

Wähle deine Schwimmstrecken mit Sorgfalt und Bedacht. Die sichere Variante ist es normalerweise in Ufernähe zu schwimmen. Hier kann dich z.B. auch ein Freund vom Ufer aus begleiten und man ist in der Regel auch vor Booten besser geschützt. Mach dich vorab mit Orientierungspunkten vertraut und präge dir dann die anzuschwimmenden Landpunkte ein, bevor du los schwimmst.

Christian: „Ich liebe es im Gosausee zu schwimmen. Dabei bleibe ich immer in Ufernähe, weil mich Kathi perfekt am Rundweg begleiten kann. Das Orientieren fällt mir deshalb sehr leicht und ich wähle anzuschwimmende Punkte vom Wasser aus, um zu das Sichten zu trainieren.“

Unsere Tipps für den besten Einstieg in das Freiwasserschwimmen findest du hier.

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Tri Your Life ist das Herzensprojekt von Katharina Feuchtner und Christian Lehner aus Schleißheim bei Wels (Österreich). Wir sind zwei leidenschaftliche Hobbysportler und betreiben in unserer Freizeit diverse Ausdauersportarten und vor allem Triathlon. Wir teilen uns nicht nur unsere Wohnung und die Liebe zum Triathlon, sondern auch die Leidenschaft für das Schreiben und Fotografieren.

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