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Kathi’s persönlicher Jahresrückblick 2017

Das Jahr 2017 war toll, aufregend und inspirierend. Es hat uns viele Überraschungen geboten und wir konnten neue wunderschöne Länder und Orte bereisen. Am Ende des Jahres alles noch einmal Revue passieren lassen ist eine schöne Tradition, um sich die besonderen Momente nochmals ins Bewusstsein zu holen. Zu oft lebt man einfach in den Tag hinein und vergisst dankbar zu sein für alles was man erleben darf.

Napili Bay Sonnenuntergang

Der Jänner startete wie erhofft auf Langlaufskiern. Im Winter gibt es für mich kein schöneres Training. Zwar skate ich erst seit 2015, trotzdem ist es mittlerweile schon zu meiner absoluten Lieblingswintersporart  mutiert.  Die Temperaturen waren eiskalt, ständig unter dem Gefrierpunkt. Beim Steiralauf erreichte das den Höhepunkt: bei -25Grad einen Langlaufbewerb zu absolvieren war eine Riesenherausforderung, im Ziel war ich überglücklich. Doch durch die kalten Temperaturen erwischte mich leider auch die erste schlimme Halsentzündung.

Steiralauf 2017

Im Februar ging es ähnlich weiter, ich trainierte nach meinem Trainingsplan und machte auch meine Lauf- und Langlaufintervalle draußen. Das war keine gute Idee bei den eiskalten Temperaturen und schon hatte ich mir wieder eine Erkältung eingefangen.




Lektion 1: Gesundheit geht vor, geduldig sein und dem Körper die Ruhe geben die er braucht

Im März stand ein erstes Highlight meiner Triathlonsaison an: der ICEMAN Wintertriathlon in Villach. Ich war höchst motiviert, gut in Form und wenn alles gut ging könnte ich doch hier den lang ersehnten Landesmeistertitel schaffen. Bis zum zweiten Wechsel lief auch alles super, doch plötzlich war auf meinem Wechselplatz nur mehr ein Langlaufstock zu finden. Der Schock riesengroß. In völliger Panik lief ich in der Wechselzone hin und her, doch der Stock war nicht  mehr zu finden. Minuten vergingen bis mir ein Helfer schließlich einen weiteren einzelnen (viel zu langen Stock) auftrieb. Zuerst dachte ich „damit kann ich nicht laufen“. Doch ich merkte schnell, es gab keine andere Lösung, also lief ich los. Die Zeit war dahin, aber den Landesmeistertitel konnte ich mir trotzdem holen, meine Freude darüber aber getrübt, denn ich wollte doch meine bestmögliche Leistung zeigen. Im Nachhinein weiß ich, gerade diese Erfahrungen machen mich stärker.

Wintertriathlon Villach Langlaufen  Wintertriathlon MTB

Lektion 2: bei Stolpersteinen nur nicht aufgeben, vertraue auf dein Kämpferherz

Anfang April stand das nächste Highlight an:  mein erster XTERRA Bewerb auf Malta. Ein verlängertes Wochenende verbrachten wir auf Malta und waren sehr begeistert von der kleinen, aber landschaftlich reizvollen Insel. Vor dem Bewerb war ich sehr nervös, die Radstrecke war technisch wirklich schwierig und mein Ziel einfach nur ohne Sturz und Panne ins Ziel kommen. Mit dem Sieg in meiner Altersklasse und der Qualifikation für die XTERRA World Championship auf Hawaii hätte ich gar nicht gerechnet. Das war die erste große Überraschung und dann kam die Frage, fliegen wir oder nicht?

XTERRA Malta 2017 Katharina Feuchtner  XTERRA Malta Bike

Ende April entschlossen wir uns spontan zum dritten Jahr in Folge nach Mallorca zum Rennradfahren zu fliegen. Die absolut richtige Entscheidung! Wir hatten 10 unglaublich tolle Tage, jeden Tag Sonne und richtiges Sommerwetter mit Strandliegen und Schwimmen im Meer. Und dann folgte Anfang Mai auch schon der Start in die heimische Triathlonsaison. Ich hatte Spaß und konnte mich über einige Stockerlplätze freuen.

Im Juni folgte zuerst das wunderschöne Hochzeitswochenende meines Bruders und danach ging es weiter mit Bewerben. Ein Erlebnis blieb dabei besonders in Erinnerung. Bei den Landesmeisterschaften der Sprintdistanz hatte ich zuvor meine Reifen am Triathlonrad gewechselt. Beim Einhängen des vorderen Laufrades hab ich wohl nicht genau geschaut und der Reifen hat geschliffen. Das wusste ich aber nicht. Nach meiner besten Schwimmleistung ever wurde ich am Rad von Leuten überholt, die normalerweise ich überholte. Ich hatte aber keine Ahnung was los war. Daheim kam dann die Erkenntnis, dass der Reifen nicht richtig zentriert war und vorne an einer Seite geschliffen hat, die Gummispuren am Rahmen ließen keine Zweifel aufkommen.

Eisenwurzen Triathlon 2017

Lektion 3: beim Triathlon lernt man nie aus 😉

Im Juli folgten zuerst weitere schöne und erfolgreiche Bewerbe und ein traumhaftes Wochenende am Weißensee, ehe ich dann beim Thumsee Triathlon auf der Laufstrecke nach 2,5km umknickte. Das Sprunggelenk schmerzte, aber ich biss durch und lief die 2,5km ins Ziel. Dort angekommen wurde gleich Eis aufgelegt und behandelt. Da wusste ich noch nicht, dass mich die Schmerzen daraus noch lange begleiten werden.

Die nächsten Bewerbe startete ich getaped. Laut Diagnose waren die Bänder im Sprunggelenk ok, aber ich hatte eine Kapselverletzung. Es war unangenehm und bestimmte Bewegungen taten sehr weh. Vom Arzt hatte ich das okay und beim Laufen auch keine Schmerzen, es war trotzdem ein komisches Gefühl.

Anfang August folgten die Landes- und Staatsmeisterschaften im Crosstriathlon, die ich mir nicht entgehen lassen wollte. Mit meinem Tape fühlte ich mich sicher, aber es behinderte mich vor allem beim Schwimmen. Überraschend konnte ich mir auch hier den Landesmeistertitel sichern. Seit ich mit Triathlon begonnen habe, war das ein großer Traum vor mir, der mir heuer also gleich zwei Mal gelang. Ich war überglücklich.

Weißensee Triathlon 2017 MTB   

Im August fiel dann auch die endgültige Entscheidung, dass wir nach Hawaii fliegen. Ab da wurde recherchiert, Flüge, Unterkunft, Mietauto, usw. Viele Stunden und Tage investiert und schlussendlich hatten wir alles fixiert und die Vorfreude auf Maui stieg mit jedem Tag.

Im September fiel dann relativ spontan die Entscheidung, dass wir noch nach Pula fahren. Ich wollte einerseits das Schwimmen im Meer für Maui üben und andererseits unbedingt noch mal eine Mitteldistanz probieren und da war der IRONMAN 70.3 Pula natürlich meine erste Wahl. Der Tag wurde dann aber für mich persönlich zu einer riesengroßen Enttäuschung. Auf Grund von Strömungen und Wellen wurde kurz vor dem Start  das Schwimmen abgesagt und meine Motivation verließ mich. Wie in einem falschen Film stand ich am Start, versuchte mich zu motivieren. Der starke Wind am Rad kostete mich meine ganze Kraft und der anschließende Halbmarathon war eigentlich eine reine Qual. Doch dadurch habe ich eine große Erkenntnis gewonnen: aufgeben gibt es nicht, mein Kopf und mein Wille sind viel stärker. Und auch wenn ich danach sehr traurig war, im Nachhinein wurde mir bewusst, dass solche Tage dazu gehören und man dadurch am meisten lernt.

Finish IM Pula 2017

Lektion 4: du kannst alles schaffen, wenn du es nur willst

Im Oktober folgte dann der Höhepunkt des Jahres – nein der Höhepunkt meines bisherigen Lebens – unsere Reise nach Maui. Viel gab es vorzubereiten, groß war die Nervosität, dass auch alles klappt! Doch bereits am ersten Tag fiel der gesamte Ballast aus Anspannung und Nervosität von mir ab. Wir haben unser persönliches Paradies gefunden. Es ist in Worten nicht zu beschreiben, man kommt an, nimmt die wundervolle Landschaft war, saugt den Aloha Spirit ein, spürt die Freundlichkeit der Menschen und fühlt sich einfach wunderbar. Die Teilnahme und mein 7. Platz bei der XTERRA WM war dann noch die Draufgabe – ein einmaliges Erlebnis, das ich niemals vergessen werde. Wir haben dort so viel erlebt, aber oft auch einfach nur die Zeit am Strand und in der Sonne genossen. Es war die beste Zeit unseres Lebens!

XTERRA World Championship 2017  XTERRA World Championship 2017 Run

Lektion 5: manchmal muss man weit reisen um sein persönliches Paradies zu finden

Im November kehrten wir nach drei traumhaften Wochen zurück in die Heimat. Die Erinnerungen daran werden wir immer in uns tragen und in Ehren halten. Nach der Heimkehr hatten wir richtig schlimm mit dem Jetlag und der Kälte zu kämpfen. An Training war erst Mal nicht zu denken. Dann kam bei mir noch eine eitrige Nagelbettentzündung der Zehe hinzu, die mich den ganzen Dezember sehr quälte und die ich bis heute leider immer noch nicht losgeworden bin.

2017 war ein wunderschönes Jahr für das wir sehr sehr dankbar sind. Jede Erinnerung und jeder glücklicher Moment gibt uns Kraft. Die schwierigen Erfahrungen haben uns nur noch stärker gemacht. Wir freuen uns auf alles was 2018 bereit hält und wissen jetzt schon: auch das wird wieder ein spannendes Jahr für uns! 🙂

Lektion 6: nimm auch du dir Zeit dein Jahr Revue passieren zu lassen, jede Erfahrung ist wertvoll

Kathi & Christian Big Beach Maui

About Tri Your Life

Tri Your Life
Tri Your Life ist das Herzensprojekt von Katharina Feuchtner und Christian Lehner aus Schleißheim bei Wels (Österreich). Wir sind zwei leidenschaftliche Hobbysportler und betreiben in unserer Freizeit diverse Ausdauersportarten und vor allem Triathlon. Wir teilen uns nicht nur unsere Wohnung und die Liebe zum Triathlon, sondern auch die Leidenschaft für das Schreiben und Fotografieren.

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