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Sommer, Sonne, Faakersee Triathlon

Türkisblaues glitzerndes Wasser, ringsherum eine saftig grüne Landschaft und im Hintergrund die eindrucksvollen Gipfel der Karawanken. Das war die Kulisse für den Faakersee Triathlon, der am vergangenen Wochenende bei perfektem Sommerwetter über die Bühne ging. Zum 10. Jubiläum kamen insgesamt rund 1.500 Athleten aus 18 Nationen an den Faakersee und machten den Bewerb damit wieder zum größten olympischen Triathlon Österreichs.

Wir waren heuer zum ersten Mal dabei und konnten uns endlich selbst ein Bild machen. Christian startete beim Volkstriathlon und Kathi war als Zuseher mit der Kamera unterwegs, um eine kleine Fotoauswahl einzufangen.

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Die Bewerbe

Neben den zwei Erwachsenenbewerbe (AK Volkstriathlon und Olympische Distanz) fand am Vortag auch noch ein Nachwuchs Aquathlon statt. Die begeisterten Zuschauer an der Rennstrecke, die tolle Location, die motivierten Athleten und das gesamte Organisationsteam machten das Event zu einem Highlight im österreichischen Triathlonkalender.

Das Eventgelände

Das gesamte Eventgelände befindet sich im und rund um das Gelände der Campinganlage Arneitz am östlichen Ufer des Faakersees. Startnummernabholung, Expo, Siegerehrung und Wettkampfbesprechung finden in der großen Halle vor dem Campinggelände statt. Hier ist mit Geschäften und Restaurants auch eine perfekte Infrastruktur geboten. Die Wechselzone ist am zugehörigen Parkplatz auf der anderen Straßenseite platziert.

Der Start findet am Badestrand vom Campingplatz Arneitz statt. Von hier aus läuft man dann durch den Campingplatz, an der Eventhalle vorbei bis hin zur Wechselzone. Ein ziemlich langer Weg, der mit der Überquerung der Straße mittels einem eigenen aufgebauten Gerüst noch einen spannenden Höhepunkt findet. 🙂 Dank einem großen Parkplatz hinter der Wechselzone sind auch für alle genügend Parkplätze vorhanden. Alles in allem ein super Gelände, das sich durch kurze Wege und eine gute Infrastruktur auszeichnet.

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Die Strecken

Schon im Vorfeld hörten wir von allen Seiten immer äußerst positive Stimmen zu den wunderschönen Strecken. Und dem können wir nun nach eigener Erfahrung nur zustimmen. Der Faakersee ist ein Naturjuwel Österreichs, seine türkisgrüne Farbe einzigartig, das Schwimmen darin auf jeden Fall ein besonderer Genuss.

Die Radstrecke ist für den Verkehr gesperrt und führt vom Eventgelände aus im Uhrzeigersinn einmal rund um den Faakersee. Eine Runde ist 9,5km lang, am Anfang flach, hat dann zwei kürzere Anstiege und in Summe pro Runde ca. 80Hm. Eine wirklich tolle Radstrecke, doch die Laufstrecke steht dieser um nichts nach. 🙂

Vom Eventgelände läuft man nach wenigen hundert Metern in die Faaker Auen. Der Weg ist Schotter, sehr schön zu laufen und die Bäume spenden wohltuenden Schatten. Nur die letzten 1,5km läuft man dann auf der Straße (entlang der Radstrecke) zurück zur Wechselzone bzw. dem Ziel. Eine Laufrunde ist 4,8km lang und durchwegs flach.

Die Welleneinteilung

Aufgrund der großen Starteranzahl wurde in allen Erwachsenenbewerben in Wellen gestartet. Die Abstände zwischen den Wellen waren jeweils 5min. Der gesamte Start zog sich somit über fast eine Stunde hin. Das hört sich erst einmal viel an, aber man muss bedenken, dass sich all diese Athleten dann auf der Radstrecke trotzdem wieder treffen, da hier ja mehrere Runden gefahren werden.

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Zuerst starteten die ca. 400 Athleten der Volksdistanz aufgeteilt auf zwei Wellen. Da hier nur eine Radrunde um den See zu bewältigen war, ging es auf der Radstrecke noch ziemlich entspannt zu. Die Starteinteilung in erste und zweite Welle folgte hier einfach nach Startnummer (Zeit der Anmeldung). Für den direkten Vergleich und Fairness als Athlet wäre es von Vorteil die Einteilung z.B. so zu gestalten: in der 1. Welle starten alle männlichen Einzelstarter und in der 2. Welle alle weiblichen Einzelstarter und alle Staffeln. Klar es ist ja „nur“ eine Volksdistanz, aber vielleicht ja trotzdem ein hilfreicher Input für nächstes Jahr. 🙂

Nach der Volksdistanz waren dann die männlichen Einzelstarter der olympischen Distanz an der Reihe. Hier wurde das Feld aufgrund der großen Anzahl gleich in mehrere Wellen aufgeteilt. In der Wechselzone folgte dann für manche eine kleine Überraschung in Form von Gegenverkehr. 😉 Die Reihen der Wechselzone waren nämlich nicht strikt nach Distanz (Volks- bzw. olympisch) getrennt. D.h. den olympischen Starten kamen beim hinauslaufen mit dem Rad plötzlich Volksdistanzathleten beim Wechsel vom Rad zum Laufen entgegen.

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Die Radstrecke und das Thema Windschatten

In den ersten der insgesamt vier Radrunden für die Athleten der olympischen Distanz war es noch relativ ruhig auf der Radstrecke. Doch je mehr Wellen vom Schwimmen auf die Radstrecke wechselten, desto voller und voller wurde es. Spätestens als auch die Damen dann am Rad saßen, wurde es wirklich übervoll. Man sah eine Kolonne gefolgt von der nächsten. Die Athleten fuhren teilweise zu dritt nebeneinander, vorbeikommen mehr als schwierig, nicht Windschatten zu fahren fast unmöglich. Es war aber trotz der gesperrten Radstrecke ein Rennen mit Windschattenverbot. Den Athleten kann man wenig Vorwürfe machen, da einfach kein Platz war auszuweichen. 800 Athleten auf einer 9,5km Radstrecke ist einfach zu viel. Warum nicht einfach ein Rennen mit Windschattenfreigabe daraus machen? Das hätte für uns aus Athletensicht durchaus seinen Reiz. 🙂

Als Zuseher

Ich (Kathi) konnte den Bewerb diesmal aus Zusehersicht verfolgen. Wir hatten zwar die schriftliche Erlaubnis Fotos für unsere Seite zu schießen, ich ließ mich aber Vorort nicht als Fotograf akkreditieren. War im Nachhinein gesehen wahrscheinlich die falsche Entscheidung. Im Normalfall hat man nämlich aus unserer Erfahrung von zig Triathlonbewerben als (gehfreudiger) Zuseher keine Probleme zu Fuß alle wichtigen Punkte an der Strecke (Start, Schwimmausstieg, Wechselzone, Radstrecke, Laufstrecke, Ziel) einfach zu erreichen. Diesmal tat ich mir aber leider echt schwer. Es war so gut wie alles abgesperrt, man konnte nicht einfach ins Ziel, nicht zur Wechselzone, nicht die Straße überqueren,… Über Umwege kam man schlussendlich schon hin, aber es war schwierig und teilweise für Zuseher unpraktisch abgesperrt.

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Unser Fazit

Die Strecken in und um den Faakersee sind einfach ein Traum. Landschaftlich wunderschön, anspruchsvoll aber äußerst angenehm zu bewältigen. Das Eventgelände beim Campingplatz Arneitz bietet alles was man sich bei einem Triathlon wünscht. Und es ist perfekt um hier zu übernachten oder ein paar Urlaubstage in einer der schönsten Regionen Österreichs zu verbringen. Vom Bewerb her gibt es unserer Meinung nach wie weiter oben schon geschildert sicher ein paar kleinere Optimierungspotentiale. Nichts desto trotz kann man dies getrost auch als „Jammern auf hohem Niveau“ bezeichnen. 😉 Schließlich sind und waren wir schon auf unzähligen Triathlon- und Ausdauerveranstaltungen unterwegs und da wird man dann durchaus zum kritischen Beobachter.

Einen Bewerb von so einer Dimension auf die Beine zu stellen ist aber wahrlich eine große Herausforderung, der wir auch vollsten Respekt zollen. Für uns überwiegen definitiv die positiven Erinnerungen und wir werden den Faakersee Triathlon weiter empfehlen und auch selbst gerne wieder besuchen. Das Beste haben wir uns nämlich für den Schluss aufgehoben. 😉 Die Athleten können sich nicht nur über die tollen Strecken freuen, nein auch die Startersackerl waren voll gefüllt und erst die Trophäen der Siegehrung. Wow! Wunderschöne Glaspokale. Aber nicht kleine, sondern wirklich riesengroße! Darüber hinaus bekam jeder der Platzierten auch noch einen super Sachpreis. Einfach toll und eine Riesenfreude für jeden Athleten. Noch dazu wurden so viele Altersklassen unterteilt. Unser Glaspokal hat sich auf jeden Fall einen Ehrenplatz verdient. 🙂

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About Tri Your Life

Tri Your Life
Tri Your Life ist das Herzensprojekt von Katharina Feuchtner und Christian Lehner aus Schleißheim bei Wels (Österreich). Wir sind zwei leidenschaftliche Hobbysportler und betreiben in unserer Freizeit diverse Ausdauersportarten und vor allem Triathlon. Wir teilen uns nicht nur unsere Wohnung und die Liebe zum Triathlon, sondern auch die Leidenschaft für das Schreiben und Fotografieren.

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