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Suunto Spartan Sport Wrist HR im Test – Teil 1 Allgemeine Funktionen

Nun sind einige Wochen vergangen, seit wir unseren Test mit der Suunto Spartan Sport Wrist HR begonnen haben. Nachdem wir seit über einem Jahrzehnt mit anderen Herstellern unsere Erfahrungen gesammelt haben, hielt nun erstmals eine Suunto Uhr bei uns Einzug. Wir waren sehr gespannt auf Funktionen, Tragekomfort und die Software. Vor allem aber interessierte uns die optische Herzfrequenzmessung am Handgelenk, die gegenüber dem Brustgurt natürlich eine komfortable Alternative darstellt. Doch kann das wirklich funktionieren?

Unser Test der Suunto Spartan Sport Wrist HR

Nach intensivem Testen durch uns beide, wollen wir nun unsere Erfahrungen mit euch teilen. Wir sind geschwommen, geradelt, gelaufen und hatten die Suunto Spartan Sport Wrist HR auch bei anderen Trainingseinheiten sowie im Alltag im Einsatz. Und auch wenn wir uns dabei immer seltsam vorkamen, sind wir zur besseren Vergleichbarkeit auch des Öfteren mit zwei Uhren am Handgelenk unterwegs gewesen. 😉

Unseren Testbericht haben wir zur Übersichtlichkeit in drei Teile aufgeteilt:
1. Teil: Allgemeine Funktionen, Alltagstauglichkeit, Software, Movescount
2. Teil: Optische Herzfrequenzmessung am Handgelenk
3. Teil: Verwendung im Triathlon

Allgemeine Daten

Die Suunto Spartan Sport Wrist HR wurde speziell für Multisportler entwickelt. Die GPS- Uhr des finnischen Herstellers besitzt ein Silikonarmband und ein großes, gut ablesbares Display aus Mineralglas mit vielen Anzeigeoptionen.

Der Durchmesser des Polyamid-Gehäuses beträgt 50mm und ist mit 17mm flacher, als andere Modelle namhafter Anbieter. Das Gehäuse ist bis 100 Meter Wasserdicht und ist dank des Silikonbandes mit 74 Gramm ein Leichtgewicht.

Es befinden sich drei Druckknöpfe an der rechten Seite des Gehäuses. Mit dem oberen Druckknopf steigt man ins Menü ein und gleichzeitig dient dieser als Stop/Pause während der Trainingseinheit. Der mittlere Druckknopf übernimmt dabei die Bestätigungsfunktion um mit dem Sportmodus deiner Wahl zu beginnen. Mit dem oberen und unteren Druckknopf kannst du zwischen den Sportarten wählen. Allerdings kann die Bedienung auch einfacher über das Touchdisplay vorgenommen werden.

Optik und Tragekomfort

Im Vergleich zu  manch anderen Sportuhren kann die Spartan Sport Wrist HR mit ihrer Optik punkten und ist unserer Meinung nach absolut alltagstauglich. Sie ist als Fitnesstracker einsetzbar und aufgrund des flexiblen Armbandes und des geringen Gewichtes sehr angenehm zu tragen. Des Weiteren eignet sie sich auch für schmälere (Frauen-) Handgelenke.

GPS und Akkuleistung

Die Suunto Spartan  Sport HR Wrist bietet drei verschiedene GPS-Einstellungen an. Bei bester GPS-Genauigkeit verbraucht die Uhr am meisten Energie. Laut Handbuch beträgt die Akkulaufzeit bei vollem GPS-Empfang (Best-Modus) 8 Stunden, im Energiesparmodus „Good“ 12 Stunden und im Modus „OK“ 32 Stunden. Diese Akkuleistungen werden aber nur dann erreicht, wenn Energiefresser minimiert werden. Dazu gehören:

  • Anpassen der Hintergrundbeleuchtung (regulierbar zwischen 5% und 100%)
  • Farbeinstellungen des Displays reduzieren

Übersicht der GPS-Modi

  • Best-Modus: höchster Akkuverbrauch, genaueste GPS-Aufzeichnung, beste Standortbestimmung, 1 Sekundenintervall bei höchster Signalstärke
  • Good-Modus: Standortbestimmungen sekündlich, jedoch nicht immer bei voller Signalstärke; dadurch GPS-Genauigkeit geringer als im Best-Modus, dafür Akkuverbrauch niedriger
  • OK-Modus: Das GPS-Signal wird auf 60 Sekunden-Intervall reduziert, Akkulaufzeit und Batterie-Lebensdauer dadurch erheblich verlängert.

Schnittstellen

Der kombinierte GPS/Glonass-Empfänger lässt eine extrem schnelle Positionsbestimmung zu, das reduziert die Wartezeiten vor dem Training signifikant. Wir sind sehr überrascht wie schnell das GPS Signal gefunden wird. Es soll aber darauf geachtet werden regelmäßig Updates durchzuführen. Dazu reicht es mittels mitgeliefertem USB-Kabel mit Magnet eine Verbindung mit  Suunto Movescount herzustellen (Aufladen, Datenaustausch). Dann folgen die Updates automatisch und man hat immer die aktuellsten Sattelitendaten. Als weitere Schnittstelle hat die Uhr eine Bluetooth Funktion um beispielsweise Verbindung mit dem Smartphone herzustellen.

Aufzeichnungen und Auswertungen mittels Movescount

Movescount nennt sich die Suunto Plattform für die Synchronisation und Auswertung der Trainingseinheiten. Dafür muss ein kostenloses Benutzerkonto angelegt werden. Von den Auswertungsmöglichkeiten steht die Desktopversion von Movescount jenen der anderen Anbieter um nichts nach.

Anders sieht das aktuell leider noch mit der Movescount App aus. Diese ist sehr spartanisch aufgebaut und man kann nicht viele Details darin einsehen. Dafür ist sie sehr übersichtlich gestaltet.

Komfortable online Konfiguration der Einstellungen

Ein Pluspunkt sind die bequemen online Einstellungsmöglichkeiten über Movescount. Anstatt mühsam an der Uhr herum zu drücken, empfiehlt es sich die Einstellungen online vorzunehmen. Es können hiermit nicht nur die Uhreinstellungen, sondern auch die Einstellungen der einzelnen Aktivitäten konfiguriert werden (Felder der Detailansichten, neuen Trainingsmodus erstellen, neue Aktivität anlegen, usw.).

Vor- und Nachteile im Überblick

+ sehr leicht und angenehm zu tragendes Silikonarmband

+ großes hochwertiges Display mit vielen Anzeigefunktionen

+ Auswahl von vielen vorprogrammierten Sportarten

+ einfache Menüführung

+ praktischer und gut bedienbarer Touchscreen

– lange Synchronisation mit der Software (allerdings ist die Synchronisation immer mit  aktuellsten Software-Updates gekoppelt)

– Akkulaufzeit

– keine barometrischer Höhenmessung (besonders bei uns ein Nachteil, weil wir uns viel in den Bergen bewegen und uns über die zurückgelegten Höhenmeter informieren möchten)

– minimalistische Smartphone-App

Fazit

Die Uhr sitzt trotz der anfänglich großen Erscheinung sehr komfortabel und angenehm am Handgelenk Das Display lässt sich sehr gut ablesen. Die Uhr eignet sich als Fitnesstracker, beim Krafttraining sowie bei Ausdauersportarten und aufgrund ihrer ansprechenden Optik auch einfach nur in der Freizeit als Lifestyle-Uhr.

Mit Movescout gibt es viele Auswertungsmöglichkeiten der Trainingseinheiten. Die App für das Handy ist aber derzeit leider noch auf das Mindeste beschränkt und bietet bei weitem nicht so viel Informationen wie die Desktopversion. Die Akku-Laufzeit hat Verbesserungspotential. Ein barometrischer Höhenmesser wäre wünschenswert.

*Das Produkt wurde uns zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt.

**Unser Bericht ist Teil der Blogparade, die Andreas vom Blog „Sportuhrenguru“ ins Leben gerufen hat.

About Tri Your Life

Tri Your Life
Tri Your Life ist das Herzensprojekt von Katharina Feuchtner und Christian Lehner aus Schleißheim bei Wels (Österreich). Wir sind zwei leidenschaftliche Hobbysportler und betreiben in unserer Freizeit diverse Ausdauersportarten und vor allem Triathlon. Wir teilen uns nicht nur unsere Wohnung und die Liebe zum Triathlon, sondern auch die Leidenschaft für das Schreiben und Fotografieren.

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