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Trailabenteuer beim XTerra Malta

Schwimmen am schönsten Sandstrand Malta’s, eine herausfordernde MTB-Strecke, die aufgrund ihrer technischen Schwierigkeit ihresgleichen sucht und zum Abschluss ein Trailrun entlang malerischen Steilküsten und Buchten. Das sind die Zutaten für ein einzigartiges Crosstriathlon Abenteuer beim Xterra Malta. Wir waren heuer zum ersten Mal dabei und sind mehr als begeistert.

Die Location

Eine Location wie sie eindrucksvoller nicht sein könnte. Unserer Meinung nach der schönste Fleck Maltas. Im Nordwesten der Insel liegt die Golden Sands Bucht, auch bekannt als der attraktivste Sandstrand Malta’s. Genau hier befinden sich der Start und die Schwimmstrecke des Bewerbes. Direkt oberhalb thront das Radison Blue Hotel Golden Sands, das auch als Racehotel dient. Die Rad- und Laufstrecke verläuft westlich bzw. südlich entlang der malerischen Steilküsten. Beide Strecken zeichnen sich einerseits durch ihre Schwierigkeit und andererseits durch die Schönheit der Landschaften aus. Es lohnt sich also, die Strecken in Ruhe zu besichtigen, denn im Bewerb bleibt dafür meist zu wenig Zeit. 😉

Der Tag des Rennens

Am Sonntagmorgen des 2. Aprils türmten sich Wolken am Himmel. Laut Wetterbericht wurden genau am Renntag Regenschauer vorhergesagt. Als wir aus dem Auto stiegen spürten wir bereits erste Tropfen (eine Seltenheit auf der extrem trockenen Insel). Doch das war kein Regen wie wir ihn von daheim kennen: ein paar wenige Tropfen und das war’s dann auch schon. Keine Beeinträchtigung also für die Athleten. Die Wolken brachten aber auch Wind mit sich. So war das Meer schon in der Früh sehr unruhig und der Wind sollte noch an Stärke zulegen.

Swim

Der Schwimmstart am Sandstrand ist wirklich wunderschön. Das Meerwasser kristallklar und türkisblau mit freier Sicht bis auf den sandigen Boden. Es waren zwei Runden zu je 750 Meter zu schwimmen. Dazwischen mussten ca. 100 Meter laufend am Sandstrand zurückgelegt werden. Das Wasser war relativ kühl (ca. 16 Grad). Beim Hineingehen ein kurzer Schock, aber sobald man schwamm war die Kälte nicht mehr zu spüren. Mittlerweile haben wir gelernt, ein ruhiges Meer gibt es äußerst selten. So überraschten uns die Wellen nicht wirklich. Wellen machen einerseits das Orientieren und Atmen schwieriger, andererseits bedeuten sie aber auch Strömungen, die den Athleten mehr Kraft kosten. Nach meinem Empfinden war das Schwimmen aber sehr angenehm.

Hatte man die Schwimmstrecke absolviert, folgte ein kurzer Lauf durch den Sand und ein langer Weg über Stufen hinauf bis in die Wechselzone (ca. 400 Meter). Die Wechselzone befand sich direkt neben dem Racehotel in einer Wiese. Von dort aus ging es dann gleich weiter auf die MTB-Strecke.

Bike

Die MTB-Strecke wurde im Vergleich zum Vorjahr verändert und technisch schwieriger gestaltet. Dafür verkürzte sich die Länge der Strecke auf knapp 30 km. Für die Athleten hieß dies volle Konzentration, vom ersten bis zum letzten Meter. Abschnitte zum Durchschnaufen suchte man vergeblich. Schmale „Wege“, durchzogen von spitzen Felsen und dazwischen loses Geröll und staubiger Boden machten das Biken zu einer absoluten Herausforderung. Mut, Geschick und technisches Können waren hier gefragt. Dazu ging es stetig bergauf und bergab. Am Wendepunkt war eine kurze Tragepassage, hier hieß es für die Athleten absteigen und schieben.

Die felsige Strecke war eine Herausforderung für Mensch und Material. Dazu kam ein immer stärker werdender, stürmischer Wind, der mit orkanartigen Böen über die Klippen fegte und an einigen ausgesetzten Abschnitten den Athleten das Biken richtig schwer machte.

Die Fairness unter den Athleten war vorbildhaft: bei Defekten oder Stürzen wurde stehen geblieben, nachgefragt und sofort Hilfe angeboten.

Run

Die gut zehn Kilometer lange Laufstrecke wurde in zwei Runden absolviert. Sie bot nicht nur atemberaubende Küstenlandschaften, sondern auch starke Steigungen, eine Kletterpassage und insgesamt gut 300 Höhenmeter. Gelaufen wurde auf wunderschönen Küstenwanderwegen. Bergauf und bergab schlängelten sich die schmalen Pfade durch die malerische Landschaft.

Den letzten Kilometer konnte man dann so richtig genießen, es ging leicht bergab, ehe man im Zieleinlauf direkt vor dem Racehotel gebührend empfangen wurde.

Die Organisation

Ein Bewerb in einem anderen Land ist immer ungewohnt, doch hier beim Xterra Malta fühlten wir uns sofort gut aufgehoben. Als Athlet fehlte es einem an nichts. Von der Registrierung bis zur Siegerehrung klappte der gesamte Ablauf reibungslos. Es waren immer Helfer verfügbar, die man jederzeit fragen und die auch stets kompetent Auskunft geben konnten. Neben einer einzigarten handgeblasenen Finisher-Medaille wurden die Athleten auch mit einer tollen Zielverpflegung empfangen. Die After-Party mit der Siegerehrung auf der Hotelterrasse bleibt nicht nur wegen der tollen Location und der chilligen Musik, sondern vor allem auch wegen der entspannten Stimmung in besonders guter Erinnerung. Schöner kann man einen Bewerb nicht beenden.

Die Helfer auf den Strecken

Es handelt sich um einen Offroad-Triathlon, d.h. natürlich ist man auf den Strecken oftmals mutterseelenalleine in einsamen Landschaften. Nicht nur deshalb ist eine Streckenbesichtigung empfehlenswert. 😉 Aber die wenigen Straßenkreuzungen, die es gab, waren durch die lokale Polizei bestens abgesichert. An den wichtigsten Abzweigepunkten standen immer Helfer bereit und wiesen den Athleten den richtigen Weg. Diese Helfer sind besonders herauszuheben, denn sie wurden bis zum letzten Athleten nicht müde JEDEN anzufeuern und ein paar motivierende Worte mitzugeben. Einfach genial. 🙂

Unser persönliches Fazit

Ohne große Erwartungen sind wir nach Malta gereist. Zurück gekommen sind wir mit vielen wunderbaren Eindrücken, Erfahrungen und netten Bekanntschaften, die wir nicht mehr missen möchten. Ein fremdes Land kennen zu lernen und in atemberaubenden Landschaften einen Triathlon zu absolvieren ist ein Erlebnis, das uns immer in besonderer Erinnerung bleiben wird. Wir sind sehr begeistert von der kompetenten aber vor allem auch herzlichen Organisation und können den Bewerb nur weiter empfehlen.

Weitere Informationen zum Bewerb: http://www.maltaxterra.com/

Ergebnisse: http://my6.raceresult.com/68390/results?lang=de

Fotos: https://www.facebook.com/pg/triyourlife/photos/?tab=album&album_id=1904620423086756

Informationen über Malta: http://www.visitmalta.com/

About Tri Your Life

Tri Your Life
Tri Your Life ist das Herzensprojekt von Katharina Feuchtner und Christian Lehner aus Schleißheim bei Wels (Österreich). Wir sind zwei leidenschaftliche Hobbysportler und betreiben in unserer Freizeit diverse Ausdauersportarten und vor allem Triathlon. Wir teilen uns nicht nur unsere Wohnung und die Liebe zum Triathlon, sondern auch die Leidenschaft für das Schreiben und Fotografieren.

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