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Donata und Martin – gemeinsam leben, lieben und lachen

Donata und Martin Schörkmaier gehen nun schon seit 15 Jahren gemeinsam durchs Leben. Aufgewachsen im Ennstal, wohnen und arbeiten die beiden in Graz. Neben der Arbeit und der gemeinsamen Zeit mit ihrem Hund Frido schlägt ihr Herz für den Triathlonsport. Doch vor allem auch gemeinsame Sportmomente in den Bergen haben für die beiden einen sehr großen Stellenwert. Ihre Lebensfreude, das lustige Gemüt und die große Liebe zueinander zeichnen die beiden aus.




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Wie lange kennt ihr euch schon und wie habt ihr zusammengefunden?

Wir kennen uns eigentlich schon aus Schultagen, aber da waren wir aufgrund des Altersunterschieds nicht interessant für einander Während des Studiums haben wir uns dann aber in Graz wieder getroffen und uns ineinander verliebt. Das war vor genau 15 Jahren!!!!

Könnt ihr euch noch an die erste Begegnung erinnern?

Donata: Ja die war weniger prickelnd, da ich eigentlich erst überredet werden musste mit Martin zu reden. Aber dieses erste Gespräch hat dann gleich die ganze Nacht lang gedauert.

Martin: …und ab dem nächsten Tag waren wir auch schon ein Paar.

Donata Martin Kuss

Welche Eigenschaften schätzt ihr an euch gegenseitig?

Donata, welche Eigenschaft(en) schätzt du an Martin besonders: Ich schätze und liebe seine Beständigkeit und die Kunst immer die Ruhe zu bewahren und nach Lösungen zu suchen während ich schon komplett in Panik verfalle.

Martin, welche Eigenschaft(en) schätzt du an Donata besonders: Donata ist ein extrem offener und sozialer Mensch, sie liebt es sich mit anderen auszutauschen und wann immer es geht mit anderen Gleichgesinnten gemeinsam zu trainieren oder auch sich auch nur zum Kaffee zu treffen. Wenn Donata beschließt eine Sache anzugehen gibt es für sie nur 100% Lösungen.

Wie war euer Weg zum Triathlon?

Martin: Wir haben diesen Sport relativ spät für uns entdeckt. Ich und mein Trainingsbuddy waren nach ein paar absolvierten Marathons etwas „gelangweilt“ und haben nach einer neuen Herausforderung gesucht. Und da ich oder wir vom Mountainbiken kommen und auch immer schon gerne Rennrad gefahren sind mussten wir „nur“ mehr Schwimmen lernen. Für meinen ersten Triathlon in 2015 (Mitteldistanz) habe ich ganze 2 Monate Kraul trainiert. Aus heutiger Sicht sehr mutig so anzutreten.

Donata: Ich habe Martin anfangs zu den Veranstaltungen begleitet und auch manchmal mit ihm mit trainiert. Erst 2016 habe ich mich dann für den Trumer Triathlon in der Olympischen Disziplin registriert und sofort Feuer gefangen. Seitdem gehört das Training und alles Drumherum dazugehört zu meinem Leben dazu.

Donata Martin Ironman

Was bedeutet Sport/Triathlon für euch persönlich?

Donata: Für mich geht es bei Triathlon genau um 2 Dinge. Erstens liebe ich das Training und das Ausdehnen meiner körperlichen Grenzen. Gerade in den ersten Jahren spürt man die Veränderung am meisten und lernt seinen Körper als Maschine zu schätzen. Je besser man sie wartet und einsetzt, desto effizienter kann sie arbeiten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist jedoch auch der menschliche Aspekt. Ich habe mich lange Zeit beruflich und auch privat ausschließlich im Nischensportbereich, vor allem in der Snowboard- Surf und Bikeszene, bewegt. Was mich dabei am meisten gestört hat war dieses Ingroup-Outgroup-Denken und der Wunsch nur von Menschen umgeben zu sein, die sich ähnlich kleiden, die selbe Musik hören und die selbe Lebenseinstellung haben. Das schürt Intoleranz. Davon lebt diese Industrie natürlich!

Im Triathlon habe ich die unterschiedlichsten Menschen aus den verschiedensten Bereichen kennengelernt. Und sie alle haben mir gelehrt, dass es egal ist, welches Equipment du hast, wie lange du schon diesen Sport betreibst, wie gut du bei den Rennen abschneidest. Die Hauptsache ist, du liebst was du tust und bist glücklich dabei. So sollte doch das ganze Leben sein oder?

Martin: Mittlerweile bin ich in ein Alter gekommen wo man merkt dass man ohne regelmäßigen Sport körperlich abzubauen beginnt. Ich kann mich grundsätzlich relativ schwer für ein tägliches Training motivieren, beim Triathlon fällt mir das jedoch ziemlich leicht da ich am Anfang des Jahres schon mehrere fixe Veranstaltungen und Ziele habe die man ohne gute Vorbereitung einfach nicht erreichen kann.

Meine Lieblingsdisziplin ist eindeutig das Radfahren, ich liebe lange Ausfahrten mit meinen Clubkollegen und Freunden und die Belohnung für die vielen Trainingskilometer sind dann die abgesperrten Straßen und das „Rennfeeling“ während der Bewerbe.

Wie beeinflusst die sportliche Leidenschaft eure Beziehung?

Schon sehr, aber positiv. Da wir die gleichen Sportarten lieben und uns bei den selben Disziplinen quälen, haben wir viel Verständnis für den jeweils anderen. Miteinander Sport zu machen führt zu unzähligen Glücksmomenten und unter normalen Umständen streiten wir uns beim Sport auch am seltensten 😉

Donata Martin Skitour

Wie funktioniert bei euch das gemeinsames Training?

Da wir vom Leistungsniveau her nicht gleich sind, können wir außerhalb des Grundlagenbereiches nur sehr selten miteinander trainieren. Meistens ist es ein Hintereinander und ein ständiges Koordinieren, wer wann wo ist. Wochenends streichen wir aber oft das Grundlagen-Lauftraining und gehen dann gemeinsam eine Skitour oder gehen im Sommer zusammen mit unseren Freunden Biken.

Habt ihr eine Trainingseinheit, die ihr besonders gerne miteinander macht?

Das wäre dann wahrscheinlich wirklich das gemeinsame Skitouren gehen. Da haben wir lange Grundlagen-Einheiten und können die Natur genießen. Da wir uns natürlich auch nicht sehr oft sehen, haben wir dabei auch die Möglichkeit vieles zu besprechen.

Welche 3 Wörter beschreiben euren Partner am besten?

Donata beschreibt Martin: Gelassenheit, massives Durchhaltevermögen, Logik

Martin beschreibt Donata: Disziplin, Begeisterungsfähigkeit und gesellig

Habt ihr einen gemeinsamen Lieblingsort?

Wir finden alles nahe dem Meeresspiegel und über 2000 Höhenmeter absolut genial.

Was macht ihr abseits des Sports am liebsten miteinander?

Wir lieben es an freien Tagen stundenlang zu Frühstücken oder einfach nur auf der Couch zu hängen und Netflix zu gucken.

Donata und Martin mit Frido

Welcher gemeinsame Sportmoment wird euch immer in Erinnerung bleiben?

Donata: Dieser Moment ist eigentlich kein „Sportmoment“ per se. Dennoch war er sehr prägend für uns. Dazu muss man wissen, dass Martin sich 2017 nach 1,5 jähriger Trainingsvorbereitung seinen Traum von der Langdistanz in Klagenfurt nicht erfüllen könnte. Der Grund war ein unaufmerksamer Autofahrer, der ihn 2 Monate vor dem großen Rennen vom Zeitfahrrad holte.

Die Konsequenz war eine gebrochene Rippe, ein gebrochenes Schlüsselbein, viele Schmerzen und ein riesengroßes schwarzes Loch, das sich mitten unter der Grazer Sommersonne auftat.

Ich konnte ihm dabei nur bedingt helfen. Unsere Freunde haben versucht uns so gut wie nur geht abzulenken und zu beschäftigen. Aber wenn man so lange Zeit nur an einem Ziel gearbeitet hat ist halt Kaffeehaussitzen und Badeseen nur ein schwacher Trost.

Das Hotel war nicht stornierbar, der Urlaub beim Chef beantragt. So beschlossen wir trotzdem am Tag X und auch schon 3 Tage zuvor nach Klagenfurt zu fahren. Schließlich waren wir Teil einer Community und vielen unserer Trainingskollegen galt es die Daumen zu halten.

Das alles war sicherlich nicht leicht, doch hat es uns beide stärker gemacht und uns gelehrt, dass man sich selbst oft nicht so wichtig nehmen soll und das Glück und der Erfolg anderer auch für einen selbst strahlen kann. Deshalb sind wir dafür irgendwie auch dankbar…

Donata und Martin im Auto

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