Mario Friedl über Veränderungen in der Coronakrise

Mario Friedl ist seit gut zehn Jahren tief mit dem Laufsport verwurzelt. Im Frühjahr 2018 gründete er den Blog „Helden des Laufsports“, um seiner Leidenschaft auch eine Außenwirkung zu geben. Er bietet allen Läufern verschiedenster Leistungsklassen eine Plattform: von Interviews über Kolumnen werden sehr viele Mehrwerte für die Leserschaft generiert. Durch sein Engagement für Helden des Laufsportes hat er schon sehr viele liebe und starke Menschen kennen gelernt, wie er selbst sagt.

Vor der Coronakrise hatte Mario Friedl 15 Jahre lang einen sicheren Job bei einer Firma, die sich als Flugzeugteile-Zulieferer einen Namen machte. Doch Corona und Flugzeugbranche? Das passt leider nicht gut zusammen! So musste sich Mario Friedl beruflich neu orientieren. Der Papa von zwei kleinen Kindern ist jedoch keiner der so schnell aufgibt. Er suchte und fand sehr schnell neue Perspektiven. So holte er für sich, sowie für seine Familie das Beste aus der Situation heraus.




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Mario Friedl

Wie ist deine Familie mit der beruflichen Veränderung umgegangen? Vor welchen Fragen, Herausforderungen und Entscheidungen seid ihr gestanden?

Probleme hatten wir keine, weil ich ja mit der Ausbildung zum Pflegeassistenten bereits einen Plan hatte. Corona war eine Chance für diese berufliche Veränderung. Mein ehemaliger Arbeitgeber zahlte den Entlassenen eine interne Abfertigung. Abhängig von Firmenzugehörig und Kindern gab es eine ordentliche Summe Geld ausbezahlt. Die Abfertigung stecke ich jetzt in meine Ausbildung. So verspüren wir während der zwei Jahren Ausbildungszeit keinen Verlust des Lebensstandards.

Wie belastend ist das aktuelle Familienleben?

Meine Ehefrau Anna ist noch rund eineinhalb Jahre in Karenz und das ist natürlich eine große Erleichterung für mich. Wir haben zurzeit abwechselnd Homeschooling und Präsenzunterricht. Am Wochenende bleibt jedoch genug Zeit für die Kinder.

„Hilft“ dir das Laufen eigentlich dabei, gewisse Situationen „leichter“ zu verarbeiten?

Klar! Ich hatte zwar bis jetzt das Glück von schweren Schicksalsschlägen verschont geblieben zu sein. Aber auch die kleinen Dinge über die man sich sonst so ärger, lösen sich beim Laufen in Luft aus. Über manche Themen, über die sich manche ärgern, kann ich nur noch schmunzeln. Würden alle Menschen Sport machen, würden viele Psychiater arbeitslos sein.

Wie hast du begonnen, wieder neue Ziele ins Auge zu fassen?

Die Zeit als Läufer hat mich geprägt! Ich wurde jedes Jahr an dem ich Marathon gelaufen bin ehrgeiziger, das war früher nicht so. Das sehe ich jetzt auch in meiner Ausbildung. Der Wille ein Ziel zu erreichen, den ich jetzt habe, hilft mir auch hier weiter. Vor 12 Jahren waren die Interessen und Ziele noch andere, aber das ist wohl bei vielen anderen auch so. Die Wochenenden waren voll mit Fußball und Alkohol, das war eben so und ich möchte diese Zeit auch nicht mehr missen.

Welchen Tipp hast du für Menschen, die so wie du vor existenziellen neuen Herausforderungen stehen?

Nicht lange überlegen, sondern machen! Aber ich weiß, aus einem gemachten Nest „herausfliegen“ ist schon schwer. Ich brauchte diese sch…. Pandemie dafür.

Du betreibst eine Webseite mit dem Namen „Helden des Laufsports“. Wie geht es damit weiter?

Gute Frage! Einen großen Masterplan habe ich nicht für „HDL“. Ich versuche so viel guten Inhalt wie nur möglich aufzubringen. Es ist natürlich auch eine Zeitfrage und der Blog ist mit Interviews, Berichten, Kolumnen schon ordentlich gefüllt. Was ich betonen möchte ist, dass mir jeder Texte schicken kann. „Helden des Laufports“ ist nicht nur meine Seite, sondern für alle Läufer gedacht. Ich stelle die Texte oft einfach nur online. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich die Berichte von Sportreporterlegende Olaf Brockmann übernehmen darf – ein riesen Gewinn für „HDL“.

Du schreibst regelmäßig für die Oberösterreichischen Nachrichten und die Rundschau. Machst du dein Hobby irgendwann mal zum Beruf?

Meine Zukunft liegt hoffentlich in der Altenpflege, allerdings schreibe ich schon sehr gerne. Die OÖN und die Rundschau (Mein Bezirk) geben mir hierfür auch die Möglichkeit eine Kleinigkeit dazuzuverdienen. Das passt genau, so kann ich über Dinge schreiben, die ich gerade möchte und außerdem bleibt mir der Spaß dabei erhalten.




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