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Vom Scheitern und Wegen zum Erfolg

Zu Beginn möchten wir euch fünf erfolgreiche Wege nennen, wie ihr garantiert an einem (sportlichen) Ziel scheitern könnt. Allerdings sind diese Stellschräubchen variabel und jeder kann an seiner Persönlichkeit mehr oder weniger schrauben, um ein ausgeglichenes Verhältnis herzustellen. Bei manchen Schräubchen braucht man hin und wieder mal Unterstützung, weil sich das eine oder andere schon fest gefressen hat und sich von alleine nicht mehr so leicht verstellen lässt ;-).

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5 erfolgreiche Wege zum Scheitern, wenn…

  1. kein/zu wenig Selbstvertrauen
  2. kein/zu wenig Selbstwert
  3. keinen/zu wenig Mut
  4. keinen/zu wenig Respekt gegenüber sich und andere
  5. keine Wertschätzung sich und anderen gegenüber




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Scheitern an der eigenen Persönlichkeit

Um an den letzten beiden Punkten anzuknüpfen. Wir sehen immer eine ganzheitliche Einstellung zum Triathlon Sport und da spielt die eigene Persönlichkeit eine zentrale Rolle. Wertschätzung und Respekt haben gegenüber anderen Athleten sehr viel mit Fairness zu tun. Verhalte ich mich fair oder nicht: greife ich zu Dopingmitteln, bin ich gescheitert. Fahre ich ständig im Windschatten des Vordermannes, bin ich gescheitert. Nämlich „persönlich“ gescheitert, es aus eigener Kraft nicht zu schaffen.

 

Energieräuber: mangelndes Selbstvertrauen

Einige von euch kennen das vermutlich, wenn plötzlich Gewissenbisse wie aus dem nichts zu Tage kommen. Gerade vor einem Rennen, auf das man sich schon lange vorbereitet hat, beschäftigen uns Fragen wie: „Kann ich das“,…  „schaffe ich das überhaupt“, … „was sagen die anderen, wenn es nicht so läuft“ oder überhaupt, wenn der erste Triathlon ansteht: „bin ich da überhaupt richtig,…“ usw. Da gibt es unendliche viele Beispiele von Fragen, die uns in unserem Sportler-Dasein von Beginn an begleiten und viel zu oft unnötig Energie rauben.

Es spricht vieles für eine gewisse Aufregung vor einem Rennen, das aber vorrangig für Vorfreude stehen sollte oder für ein erwartungsfreudiges Gefühl, vor der herausfordernden sportlichen Aufgabe. Doch warum begleiten uns eigentlich solche Gedanken? Kann man das in den Griff bekommen und wie?

Der beste Weg um zu Scheitern ist jener, bei dem man sich selbst im Weg steht. Wenn Menschen oder wie wir Sportler ohne Ziele, Perspektiven, Selbstvertrauen und Selbstwert durchs Leben schweifen, ist ein Scheitern an seinen Vorhaben vorprogrammiert. In allen Belangen unseres Lebens. Wer nicht an sich selbst glaubt und in Allem nur Negativ-Aspekte sieht, der ist bereits gescheitert bevor überhaupt etwas angefangen wurde. Der Glaube an sich selbst spielt dabei eine entscheidende Rolle und hat nichts mit Arroganz zu tun. Viel mehr ist ein Vertrauen in uns selbst ein wichtiger psychologischer Baustein, ob etwas gelingt oder eben nicht.

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Wann sind wir gescheitert?

Grundsätzlich reden wir vom Scheitern beim Triathlon, wenn wir eine Distanz nicht bewältigen konnten oder einer gewünschten Zeit Tribut zollen mussten. Scheitern können wir natürlich nicht nur im Sport, sondern auch im Privatleben, Beruf, usw. Aber bleiben wir einmal beim Sportlichen. Ein Scheitern an einer Distanz oder an einer Zeit wirkt sich zwar im ersten Moment demotivierend auf unsere Psyche aus, aber wir dürfen dabei nie vergessen, es trotzdem versucht zu haben unsere gesteckten Ziele zu erreichen.

Falls wir trotzdem einmal unter unseren Erwartungen geblieben sind, fallen uns unzählige Gründe ein, warum wir es nicht geschafft haben. Dieses Sammelwerk an Feststellungen können wir als erste Analyse nutzen, die einen  Umkehrschluss erlauben. Wenn wir schon Tatsachen so ähnlich definieren wie: „Ich schaffte es nicht, weil dies und jenes passierte…“  hat jeder für sich die Möglichkeit zu sagen: „Ich schaffe es, wenn beim nächsten Mal die oder jene Voraussetzungen geschaffen sind…“ Alles in allem bringt uns eine lösungsorientierte Denkweise mehr, als sich nur damit zu beschäftigen, dass es eben nicht so gelaufen ist, wie wir es uns vorstellten.

Der Glaube an sich selbst…

Zusammengefasst können wir sagen, die Dinge die wir schlussendlich als Scheitern bezeichnen, waren der Mut und die wichtige mentale Komponente, aus eigener Überzeugung heraus, unserem persönlichen Ziel einen Schritt näher zu kommen. Schade, oder? Daher erlauben wir uns die Frage: ist ein nicht erreichtes Zeitlimit oder eine unzufriedene Platzierung mit einem Scheitern zu bezeichnen oder wäre ein anerkennendes Kopfnicken angebracht, um daraus Motivation für den nächsten Versuch zu schöpfen und so wie oben beschrieben die positiven Dinge daraus zu ziehen?

Scheitern in unserer Kultur

Michael Neuwirth, Psychotherapeut und Coach zu der Frage warum das Scheitern eigentlich negativ konnotiert: „Man muss da differenzieren, das Scheitern ist bei uns in Österreich im Gegensatz zu manch anderen Kulturen sehr stark tabuisiert. Was meine ich damit, es gibt einen sehr starken überproportionalen Hang zur Ergebnisorientierung. Dieser feste Glauben mit tollen Ergebnissen unsere latenten Minderwertigkeitsgefühle in Schach zu halten, ist sehr ausgeprägt. Viel zu selten können wir uns nicht gut nachsehen, wenn wir scheitern. Im Gegenteil wir wollen Perfektion und Qualität abliefern, alles fest im Griff haben und immer gut drauf sein. Dieser Wesenszug ist seit vielen Generationen in unserem kulturellen Unterbewusstsein verankert. Sollte es allerdings nicht klappen, dann wird gejammert, bagatellisiert oder geneidet.

Michael Neuwirth Coaching

Was wären andere Zugänge im Umgang mit Scheitern?

„Eins ist mir wichtig klarzustellen, was überhaupt nicht funktioniert ist keine Ziele mehr zu haben, in der Hoffnung, dass es dann nichts mehr zu erreichen und somit auch nichts mehr zu scheitern gäbe. Das klappt nicht, weil keine Ziele mehr zu haben wieder bereits ein Ziel ist und wir brauchen Ziele und Vorhaben. Der Mensch und besonders der Sportler sollte sich immer in einem Spannungsfeld zwischen IST und SOLL Zustand befinden. Das bedeutet sich in einem Prozess zu befinden, diese Dynamik ist gesund und unerlässlich für weitere Entwicklung und Leistung. Wir müssen uns auf den Weg machen uns von der reinen Ergebnisorientierung verabschieden, hin zu einer Prozess- bzw. Erlebnisorientierung wo wir eine fehlerfrohe Grundhaltung entwickeln. Scheitern, Fehler und Grenzen müssen wir integrieren, sie helfen uns, uns besser kennen zulernen, echten Selbstwert zu steigern und eine individuelle Lebenskunst mit Humor zu entfalten,“ so die Expertenmeinung von Michael Neuwirth.

Michael Neuwirth Coaching

Smarte Ziele

Scheitern ist also Ansichts- und Interpretationssache. Nehmen wir an du hast dir ein Zeitlimit gesetzt und erreichst es nicht. Für Außenstehende warst du zu langsam, für dich vielleicht auch und denkst dir: für was mache ich das alles? Finde genau auf diese Frage eine Antwort. Machst du es für dich, für andere, Außenstehende, die du nicht einmal kennst? Wichtig ist, dass du es machst wie es für dich am besten passt. Nicht jeder Mensch hat die gleichen Voraussetzungen, manche haben ihre Passion im Beruf oder in der Selbstständigkeit gefunden. Für andere ist das Familienleben das wichtigste im Leben und das sportliche Aktionsfeld befindet sich im Ranking weiter hinten. Grundvoraussetzung ist dennoch hinter seinen Zielen zu stehen. Für seine Ziele etwas zu tun ist immer eine Grundvoraussetzung, für den eigenen persönlichen Erfolg. Denn das heißt, dass wir an uns selbst glauben und es uns zutrauen. Falls du anfangs ein großes Ziel vor Augen hast, lohnt es sich es in Teilziele zu gliedern und die „kleinen“ aber wichtigen Erfolge zu feiern. Denn das stärkt das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl steigt. Kleine Teilerfolge sind die Wegbereiter für unsere großen Ziele.

Wege zum Erfolg

Ein nicht erreichtes Ziel darf kein Anreiz sein, sich selbst aufzugeben. Wenn du deine Ziele mit Kopf und Herz immer weiter verfolgst, dann bist du ganz weit weg vom Scheitern. Viel mehr wäre es ein Scheitern, sich selbst aufzugeben.  Das Leben als Triathlet ist nun mal eine Achterbahnfahrt mit sportlichen Höhen und Tiefen. Wenn es mal nicht so gut läuft, dann kann jeder für sich einiges in Bewegung setzen, damit es wieder besser wird. Das „sportliche Scheitern“ ist dabei immer nur eine Momentaufnahme und lässt Raum für eine Analyse, um sich in Folge stetig weiterzuentwickeln. Daher ist es von immenser Bedeutung dem mentalen Aspekt genügend Aufmerksamkeit zu schenken, um zum einen in der Persönlichkeit zu wachsen und zum anderen seine Leistungsfähigkeit vollständig entfalten zu können.

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About Tri Your Life

Tri Your Life
Tri Your Life ist das Herzensprojekt von Katharina und Christian Feuchtner aus Schleißheim bei Wels (Österreich). Wir sind zwei leidenschaftliche Hobbysportler und betreiben in unserer Freizeit diverse Ausdauersportarten und vor allem Triathlon. Wir teilen nicht nur die Liebe zum Sport, sondern auch die Leidenschaft für das Schreiben und Fotografieren.

One comment

  1. Hallo …
    Ein ganz fantastischer Beitrag, der mir aus der Seele spricht! Gerade diese hier in deinem Blog genannten Bereiche sind so wichtig, um Erfolgreich zu sein/werden. Das sind auch Themen auf meiner Webseite – vielleicht schaust du auch mal vorbei?

    Herzliche Grüße
    Lisa

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