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Alexander Bründl – “Triathlon ist genau mein Ding.”

Alexander Bründl wuchs in Gunskirchen auf und fand nach seinem Dasein als Fußballer im Alter von 17 Jahren zum Triathlon. Thomas Alt erkannte dabei gleich das Potential von Alex und so nahm er ihn die ersten Jahre unter seine Fittiche, um speziell das Schwimmdefizit aufzuholen. Durch seine enorme Motivation und viel Fleiß im Training  konnte sich Alex nur zwei Jahre später für ein Junioren- Europacuprennen qualifizieren.

Wir kennen Alex seit seinen Schwimmanfängen im Welser Hallenbad und freuen uns, dass er sich nun unseren Fragen gestellt hat. 😉

Alexander Bründl



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Ich (Christian) kann mich noch gut erinnern, als ich dir einen Neoprenanzug zum Schwimmen borgte und du der Meinung warst „der bringt nicht viel“. Bist du heute auch noch dieser Meinung? 😉

Kann ich mich noch genau daran erinnern haha. Ja natürlich bringt er was, hab mich damals einfach nicht wohl gefühlt in so einem Anzug wie es aussieht. Ich lasse ihn aber nach wie vor lieber zu Hause.

Welchen Sport hast du vorher ausgeübt?

Vor dem Triathlonsport hab ich noch Fussball gespielt bis zum 17. Lebensjahr, wobei der Übergang vom Fussball zum Ausdauersport eher fließend war.

Wie war dein Weg zum Triathlon?

Alles hat eigentlich angefangen mit einem alten Stahlrennrad, das mein Großvater wegschmeißen wollte, aber letztendlich bei mir in der Garage landete. Von dem Tag weg habe ich angefangen kleine Runden in der Umgebung zu fahren, welche dann immer länger wurden. Dann war mir klar, statt dem Moped musste ein neues Rad her. Auf mein angeblich läuferisches Talent wurde ich damals von meinem Klassenvorstand (damals starker Mittelstreckenläufer) aufmerksam gemacht und begann damit auch in diesem Bereich zu trainieren, um meine damalige Schule bei den Schulcrosslaufmeisterschaften zu vertreten. Für einer der beiden Sportarten konnte ich mich nicht entscheiden und so sprang ich kurz bevor ich 17 wurde das erste mal ins Wasser und machte somit “eine” Sportart daraus.

Alexander Bründl

Wie hat dann deine Triathlon-Laufbahn begonnen?

Ich merkte, dass dieser Sport mein Ding ist und suchte mir einen Verein, worauf ich auf das Tri Team Wels gestoßen bin, wo ich sofort gut aufgenommen wurde und Unterstützung von allen Seiten bekommen habe – was ich heute noch extrem wertschätze und sicherlich nicht vergessen werde!

Für die internationale Bühne warst du ein Spätberufener. Was fiel dir zu Beginn am Schwersten?

Durch die Motivation, die ich mitgebracht habe, war gar nichts schwer. Wenn du aber mit 17 anfängst zu schwimmen, ist es natürlich kein Geheimnis, dass die meiste Zeit im Wasser verbracht
wurde.

Welcher Trainer erkannte damals dein Potential?

Lang hat es nicht gedauert bis mich Thomas Alt vom 1. Welser Schwimmklub auf den Wettkampfsport aufmerksam gemacht hat. Schnell wurde mir klar, dass Internationale Rennen was
Großes für mich wären. Zwei Jahre schwimmlastiges Training unter Thomas Alt neben Schule und Matura waren es, bis ich mich überraschend bei einem Qualifikationswettkampf in der Südstadt für den Junioreneuropacup in Wien qualifizieren konnte.

Dein erster Triathlon…

Mein erster Wettkampf war ein Triathlon in Offenhausen. Richtige Missgeschicke sind zwar nicht passiert, aber die Wechselzeiten waren sicher länger als alles andere. Die 200m im Wasser waren
sicherlich auch nicht die schnellsten.

Welche Erfahrungen nimmst du von den Europacup-Rennen mit?

Neben den ersten Europacuprennen bei den Junioren 2015 war mein erstes Eliterennen 2017 in Estland, wo schnell klar wurde, dass schon beim Schwimmen entschieden wird, ob du im Rennen
dabei bist oder nicht. Generell gibt es hier keine schwachen Leute mehr, hier sind alle schnell! Die Leistungsdichte ist allein in den letzten 2-3 Jahren stark angestiegen.

Letztes Jahr hast du zum 2. Mal beim Wels Triathlon gewonnen, bist du auch heuer wieder am Start?

Ich bin zwar heuer sehr viel unterwegs, aber den Weg nach Wels am 4. Juli werde ich mit Sicherheit finden!

Was ist die Besonderheit an deinem Heimrennen?

Das Highlight ist auf jeden Fall das Startpontoon. Ich für meinen Teil habe nicht einmal im Ausland ein beeindruckenderes gesehen. Ein wenig war ich auch hinter den Kulissen beim Aufbau dabei und ich kann sagen: Sowas baut man nicht von heute auf morgen. Was noch super ist in Wels sind die vielen Runden bei der Rad- und Laufstrecke, weil man ununterbrochen unter den Zuschauern ist und gepusht wird.

Alexander Bründl

Was möchtest du als Triathlet noch erreichen?

Ganz klar ist das Ziel nicht nur im Weltcup zu starten, sondern auch konkurrenzfähig zu sein. Um mich zu qualifizieren werde ich heuer wieder bei Elite Europacups in Spanien, Polen, etc. starten und dort versuchen Punkte zu sammeln. Mit dem Wechsel zu der Trainingsgruppe in der Südstadt unter Martin Papista und mehreren Trainingslagern auf Gran Canaria, Fuerteventura und in St. Moritz sollte ich in der Wettkampfsaison gut vorbereitet sein.

Wie geht es dir bei deinem Medizinstudium?

Den Umständen entsprechend gut! Es ist natürlich sehr schwierig alles sofort zu schaffen, da der Fokus doch sehr stark auf den Sport gerichtet ist. Wenn aber alles nach Plan läuft, sollte ich im
Sommer 2020 mit einem Jahr Verspätung bei der Halbzeit, also 6 fertigen Semester, angekommen sein. Welche Richtung ich nach dem Studium einschlagen werde, ist noch unklar, aber derzeit
sympathisiere ich sehr mit der Kardiologie und Orthopädie.

Wird Triathlon dann immer noch eine Rolle in deinem Leben einnehmen?

Sicherlich nicht mehr in dem Ausmaß wie jetzt gerade, da dann andere Prioritäten mein Leben bestimmen werden. Fit halten werde ich mich aber trotzdem.

Alexander Bründl




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