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Asiago – Wintertriathlon WM in Bella Italia

Zum Jahresende 2018 entschieden wir uns für die Teilnahme an der ITU Wintertriathlon Weltmeisterschaft in Asiago. Kathi sollte als Athletin in der Agegroup starten und Christian einige Eindrücke der Weltmeisterschaft mit der Kamera festhalten. Mit guten Erinnerungen an die ITU-Heim-WM im Jahre 2016 waren wir top motiviert für eine Wiederholungstat. 😉 Wir kannten zwar die Gegend überhaupt nicht, umso gespannter waren wir aber, was uns dort erwarten wird.

ITU Wintertriathlon



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Die Gegend um Asiago

Unsere Anreise verlief über den Brenner nach Trento problemlos. Von Trento aus ging es über einen wilden Pass (die Kaiserjägerstraße) in Richtung Asiago. Ein Sturm im Spätherbst hat dort Spuren der Verwüstung hinterlassen und viele Bäume der umliegenden Wälder umgeknickt.  Als wir jedoch die Wälder hinter uns ließen und wieder in die Zivilisation eintauchten, staunten wir über die liebliche Umgebung mit den kleinen typisch italienischen Dörfern. Asiago liegt in den Vizentiner Alpen auf etwa 1000 m über dem Meeresspiegel. Die von über 2000 m hohen Bergen umgebene Kleinstadt ist das Zentrum einer beeindruckenden Hochebene mit sieben angesiedelten Gemeinden. Im Sommer lockt die Ruhe der Natur (ein ideales Gebiet zum Wandern und Radfahren) und im Winter verwandelt es sich in ein geschätztes Wintersportgebiet. Unsere Unterkunft lag in Mezzaselva, einem der sieben Dörfer der Hochebene.

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Die Bewerbe der Wintertriathlon WM

Von unserer Unterkunft schraubten wir uns bei strahlendem Wetter zum Ort des Wettkampfgeschehens, nach Rifugio Campolongo Rotzo, hoch. Ein Langlaufparadies auf rund 1500 m über dem Meeresspiegel. Die Loipen und Wettkampfstrecken waren in einem perfekten Zustand. Und auch der Wettergott meinte es am ersten Wettkampftag wirklich gut, an dem die Elite- und Juniorenbewerbe am Plan standen. Leichte Minusgrade und strahlender Sonnenschein, also ideale Bedingungen für einen Wintertriathlon. Da glänzte die Bronze-Medaille von Romana Slavinec wie eine goldene. Ihre Aufholjagd auf den Langlaufskiern war einfach gigantisch und der dritte Platz mehr als verdient.

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Am zweiten Tag startete am Vormittag zuerst der Mixed Team Bewerb der Eliteathleten und danach alle Age-Grouper. Zuerst die Agegroup Herren, fünf Minuten später waren die Damen an der Reihe und dann nochmals fünf Minuten zeitversetzt die Paraathleten. An diesem Tag zeigte sich das Wetter leider nicht so freundlich wie am Vortag. Nebel, leichter Schneefall und Windböen zauberten schwierige Bedingungen auf die Strecken. Doch dies tat dem Erfolg unserer heimischen Athleten nichts an. Sage und schreibe 10 Medaillen konnten wir ergattern, extrem spannende österreichische Duelle inkludiert.

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Die Strecken der Wintertriathlon WM

Die Strecken am Wettkampfort, dem Langlaufzentrum Rifugio Campolongo Rotzo, waren nicht nur in einem perfekten Zustand, sie waren auch mehr als WM würdig. Es war ein ständiges Auf- und Ab mit vielen Kurven, das machte es technisch schwierig und auch sehr kräftezehrend für uns Athleten. Dabei war die Mountainbikestrecke am leichtesten zu bewältigen, die einige Flachpassagen und nur zwei Steigungen zu bieten hatte. Die Laufstrecke war vom Start-/Zielbereich gut einzusehen und hatte einige wirklich steile Anstiege. Und die abschließende Langlaufstrecke war gefühlsmäßig am schwierigsten. Hier suchte man flache Stücke vergeblich. Steile Aufstiege, rasante Abfahrten wechselten sich mit diversen Kurven ab.

Die Organisation der Wintertriathlon WM

Das italienische Organisationskommittee hat unserer Meinung nach wirklich eine super Arbeit geleistet und ein rundum tolles Wintertriathlon-WM-Wochenende auf die Beine gestellt. Alle Bewerbe wurden unter österreichischer Leitung des Technical Official Oliver Laaber durchgeführt. Sein hohes Engagement widerspiegelte sich in einem perfekt organisierten Rennen. Großes Lob an dieser Stelle auch an ihn und das gesamte Team!

Rückblickend hätte man, unserer Meinung nach, die Agegroup-Frauenrennen als eigenen Bewerb abhalten können. Also komplett zeitlich getrennt, so wie es z.B. in Zeltweg 2016 noch der Fall war. Wir sehen dies hinsichtlich der Gleichberechtigung und vor allem auch als Zeichen des Respektes der Leistungen der Frauen gegenüber sehr wichtig. Bei einem gleichzeitigen Start, wie in diesem Fall 5min verzögert, gehen die Leistungen der Frauen komplett unter, da die schnellsten Frauen irgendwo inmitten der Agegroup Männer finishen.

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Gastfreundliches Italien

Wir bewundern die Gelassenheit und die überaus nette und zuvorkommenden Art der Italiener. Wir sind jedes Mal wieder aufs Neue begeistert wie herzlich wir empfangen werden und wie kinder- und hundefreundlich die Italiener doch sind. Unsere Shi-Fu war überall willkommen und wurde gestreichelt, geherzt und bewundert.

Unser persönliches Fazit

Asiago war nicht nur wegen der Wintertriathlon WM eine Reise wert. Die Gegend bietet sehr viel für Sommer- und Wintersportler. Hunderte Langlaufkilometer, Wanderwege, Mountainbiketrails u.v.m. konnten wir in der Kürze unseres Aufenthaltes erspähen. Das machte uns natürlich neugierig auf weitere Abenteuer in dieser Gegend. Also wir kommen bestimmt wieder und dann entweder mit dem Mountainbike oder dem Rennrad im Gepäck!

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3 Gedanken zu „Asiago – Wintertriathlon WM in Bella Italia“

  1. Wieder ein sehr toller ind informativer Rennbericht von Euch Beiden – Danke!! Man bekommt gleich Lust mal dorthin zu fahren.
    Freue mich schon sehr auf Euch Beide und triyourlife in der Villacher Alpen Arena am 2. März bei unserem “Kärnten Iceman Wintertriathlon” ❄️

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