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Dominik Exel – Mastermind Silberholzsteg City Triathlon Wels

Dominik Exel gilt als Mastermind hinter der spektakulären Startvorrichtichtung beim 2. starlim//sterner City Triathlon Wels. Er war an der Planung und Umsetzung des einzigartigen Schwimmpantons alias Silberholzsteg maßgeblich beteiligt. Zusätzlich ist er beim City Triathlon Wels auch für alle Belange der Schwimmstrecke verantwortlich. Wir kennen Dominik auch noch als erfolgreichen Triathleten und Europacup-Starter. Mittlerweile arbeitet der gebürtige Welser als Forschungsingenieur und an seiner Doktorarbeit.

Wir haben uns schon beim Aufbau von den Dimensionen und dem Aufwand dieses Großprojektes überzeugt. Wir sind absolut begeistert was hier für den Triathlonsport auf die Beine gestellt wurde und deshalb haben wir Dominik zum Interview gebeten. Im Interview erzählt er uns mehr über die Details und Hintergründe von der Idee bis zur Umsetzung des in Österreich einmaligen Schwimmpantons.

City Triathlon Wels 2019 Silberholzsteg



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Erzähl uns erstmal etwas über deine sportliche Zukunft und warum du in den letzten Jahren beim Triathlon zurückgeschraubt hast.

Das intensive Training für den Triathlon hat sich leider nicht mehr mit dem Masterstudium verbinden lassen. Ich musste mich zwischen Sport und beruflicher Ausbildung entscheiden. Somit habe ich (derzeit 😉 ) das zeitintensive Triathlon-Training zur Ruhe gelegt. Da es aber ohne Sport bei mir nicht geht, halte ich mich mit Laufen fit und starte auch bei den ein oder anderen Laufbewerben. Geplant habe ich heuer noch einen Marathon.

Dominik Exel

Wie ist die Idee entstanden das Schwimmpanton zu bauen?

Thomas Alt kam letztes Jahr auf mich zu und fragte mich, ob ich die Leitung für das Schwimmen des City Triathlon Wels übernehmen möchte. Mit dem Ziel die Staatsmeisterschaften 2020 ausrichten zu können, musste ein „fairer“ Schwimmstart her. Nach langer Überlegung entschlossen wir uns, eine Startvorrichtung zu bauen, die quer über die Traun reicht. So war die Idee geboren, einen Schwimmsteg zu bauen.

Was waren bei diesem Bauprojekt die größten Herausforderungen?

Herausforderungen gab es viele. Angefangen von den behördlichen Genehmigungen, mussten natürlich auch diverse Normen eingehalten werden. Da es in Österreich keinen vergleichbaren Steg gibt, musste praktisch bei null angefangen und entsprechendes Wissen angeeignet werden. Kurz vor dem Bewerb war definitiv das Einschwenken des Stegs über die Traun die größte Herausforderung.

Wie viele Leute waren an dem Projekt beteiligt? Was waren deine Aufgaben?

Konkret kann ich es nicht sagen, da viele unterschiedliche Arbeitsschritte mit unterschiedlichen Leuten durchlaufen wurden. In Summe waren sicher 20 Personen beteiligt. Ich möchte mich gerne auch über diesen Weg bei all den freiwilligen Helfern bedanken. Nur mit so einer Unterstützung war es möglich diesen Steg zu bauen. Meine Aufgabe war es den Steg zu planen und schlussendlich auch umzusetzen. Dazu war, neben der Berechnung und Konstruktion, auch eine intensive Zusammenarbeit mit einem Zivilingenieur nötig, da das Vorhaben, ein Schwimmpanton zu bauen auch offiziell bei der Behörde eingereicht werden musste.

Aufbau Schwimmpanton

Wie lange dauerte es schlussendlich von der Idee bis zur Umsetzung?

Angefangen zu planen haben wir im November letzten Jahres. Die intensive Phase begann dann im Februar. Mitgeschrieben hab ich nicht (ist wahrscheinlich auch besser so 😀 ), aber es dürften ca. 350-400 Stunden geworden sein.

Was war eure Motivation so ein Megaprojekt in Angriff zu nehmen?

Da es mittlerweile schon einige Triathlons in Österreich gibt, wollten wir etwas Spezielles, um sich von den anderen Bewerben abzuheben. Wir entschieden uns für ein Nightrace mit River Swimming in der Traun, da es ja in Wels keinen Badesee gibt. Um allen Teilnehmern einen guten Start zu ermöglichen, musste eine Startvorrichtung her.

Wie hast du den Tag X beim 2. Wels Triathlon miterlebt?

Der Vormittag war ziemlich stressig, da wir erst am Bewerbstag den Steg quer über die Traun installierten. Am Nachmittag wurde dann noch der Teppich verlegt und ein Übergang auf den Steg gebaut. Kurz vor dem Start der ersten Welle war ich schon ziemlich angespannt, ob auch alles gut geht. Und ich kann sagen JA, es hat sehr gut funktioniert. 🙂

Schwimmpanton Start

…und dein Gefühl nach dem Schwimmstart?

Erleichterung. Die Berechnungen und Simulationen im Vorfeld sind das eine, aber ob sich der Steg dann in der Praxis auch so verhält, ist das andere.

Kommt das Schwimmpanton nächstes Jahr wieder zum Einsatz?

Es wird die ein oder andere Modifikation vorgenommen werden, damit der Auf- und Abbau erleichtert wird. Aber grundsätzlich wird sich an der Optik des Stegs und am Aufbau der Module nichts ändern.

Schwimmpanton Start




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About Tri Your Life

Tri Your Life
Tri Your Life ist das Herzensprojekt von Katharina und Christian Feuchtner aus Schleißheim bei Wels (Österreich). Wir sind zwei leidenschaftliche Hobbysportler und betreiben in unserer Freizeit diverse Ausdauersportarten und vor allem Triathlon. Wir teilen nicht nur die Liebe zum Sport, sondern auch die Leidenschaft für das Schreiben und Fotografieren.

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