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Springfeelings – frühlingshafter Wintertriathlon

Bei frühlingshaften Temperaturen fand vergangenen Sonntag der ICEMAN Wintertriathlon und die österreichische Staatsmeisterschaft statt. Rundherum weit und breit kein Schnee mehr in Sicht, aber die Kunstschneeloipe der Villacher Alpen Arena hielt der Wärme noch so stand, dass der Bewerb erfolgreich über die Bühne gehen konnte. Wir konnten uns das natürlich nicht entgehen lassen und berichten euch über die herausfordernden Strecken und alles wissenswertes Rundherum.

Die Location – Villacher Alpen Arena

Die Villacher Alpen Arena kennt man besonders im nordischen Sport als Skisprung- und Langlaufanlage. Beides kann dort sowohl im Sommer als auch im Winter unter besten Bedingungen trainiert werden. Sie eignet sich aber auch perfekt für einen Wintertriathlon. Die Strecken sind anspruchsvoll und die nötige Infrastruktur gegeben. Die Anreise war bequem, ein großer Parkplatz, ein Cafe, Toiletten und Umkleiden sowie ein Waschplatz für die Mountainbikes sind vorhanden.

Die Strecken

Die Strecken in der Villacher Alpen Arena sind durchaus anspruchsvoll und damit schwieriger wie manch andere  Wintertriathlon Strecke in Österreich. Gerade das hat den Wintertriathlon in Villach aber auch ausgezeichnet. Denn für eine Staatsmeisterschaft sind herausfordernde Strecken doch genau das Richtige.

Alle Teildisziplinen wurden in vier Runden absolviert, das war für die Athleten nicht nur leicht zu merken, sondern auch für die Zuseher sehr attraktiv. Denn alle Runden führten durch bzw. entlang der Wechselzone im Sprungauslauf der Alpen Arena. D.h. man hatte als Zuseher von einem Ort vom Start bis ins Ziel den gesamten Bewerb im Blick.

Run-Bike-Skate

Die Laufstrecke war eine richtige Crosslaufstrecke mit kurzen Asphaltabschnitten. Pro Runde war eine größere Steigung zu bewältigen. So kamen dann insgesamt auf der sechs Kilometer langen Laufstrecke knapp 100 Höhenmeter zusammen. Das Durchlaufen der letzten Überreste der Kunstschneeloipe war kein großes Problem.

Die Radstrecke führte über Feld- und Wiesenwege hinter der Alpen Arena und war durchwegs flach. Ein kleiner Hügel musste erklommen werden. Normalerweise kein Problem, aber lag doch genau dort noch eine dicke Schneedecke der Kunstschneeloipe.  Durch die warmen Temperaturen war der Schnee schon so nass und aufgeweicht, dass er nicht mehr fahrbar war. Und so hieß es hier zweimal pro Runde: bitte Absteigen und das Rad schieben.

Die Langlaufstrecke führte von der Wechselzone stetig bergauf in den Wald hinein. Nach der ersten längeren und durchaus steilen Steigung folgte die Umkehr und eine rasante Abfahrt. Dann die nächste Herausforderung: Ski abschnallen, ca. 100 Meter laufen und Ski wieder anschnallen. An dieser Stelle war der Schnee schon geschmolzen. Auf der (verkürzten) 6,5 Kilometer langen Langlaufstrecke kamen somit beachtliche 180 Höhenmeter zusammen.

Siegerehrung in der Lutschounig Kaserne

Die Siegerehrung fand anschließend in der Lutschounig Kaserne, nur wenige Kilometer von der Alpen Arena entfernt, statt. Hier war alles perfekt organisiert. Zufahrt, Parkplätze, ausreichend Sitzplätze sowie ein warmes Essen, Getränke und Kuchen warteten auf die Teilnehmer. Auf den Beginn der Siegerehrung musste nicht lange gewartet werden und auch die Preisverteilung verlief reibungslos.

Die Organisation

Zum ersten Mal einen Wintertriathlon in einer neuen Location zu organisieren und das auch noch so kurzfristig innerhalb von 1,5 Monaten auf die Beine zu stellen ist wahrlich eine große Herausforderung. Dafür auch an dieser Stelle nochmals ein großes Lob an den HSV Triathlon Kärnten rund um Hannes Bürger, die wirklich alles dafür getan haben den Bewerb möglich zu machen. Das alleine hat unseren größten Respekt verdient. Wir hoffen sehr, dass es den Bewerb auch nächstes Jahr wieder geben wird.

Unser Fazit

Das Wetter war frühlingshaft, der Schnee aufgrund dessen schon Mangelware, aber nichtsdestotrotz war es ein wirklich toller Bewerb. Besonders die anspruchsvollen Strecken haben uns sehr begeistert. Es wäre sehr wünschenswert, wenn der ICEMAN in Zukunft zu einem Fixpunkt im österreichischen Triathlonkalender wird. Die Wintertriathlon Bewerbe sind bei uns leider mittlerweile Mangelware und ohne Kunstschneeloipe ist man als Veranstalter machtlos. Diese perfekten Bedingungen in Villach lassen uns für die kommenden Jahre auf herausfordernde Wintertriathlonbewerbe hoffen. Wir würden auf jeden Fall wieder kommen. 🙂

Fotos: https://www.facebook.com/pg/triyourlife/photos/?tab=album&album_id=1897114003837398

Ergebnisse: http://pentek-timing.at/results.html?pnr=13214

 

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