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ICEMAN Wintertriathlon 2021- Einblicke in die Organisation

In unserem Interview mit Hannes Bürger bekommen wir einen Einblick in die Entwicklungen des Wintertriathlons in Österreich, dem HSV Triathlon Kärnten, sowie detaillierte Informationen über den ICEMAN Wintertriathlon.

Den ICEMAN Wintertriathlon gibt es schon seit 2007, damals immer im Vorfeld der sog. „Bereichsmeisterschaften Winter“ organisiert vom Militärkommando Kärnten. So fand der ICEMAN Wintertriathlon bereits am Hochrindl, in St. Jakob/Rosental, auf der Turracher Höhe, am Dobratsch, am Weißensee und in Klagenfurt auf der Schleppe Alm statt. Seit 2017 wird er nun kontinuierlich in der Villacher Alpen Arena organisiert.

Organisation im Vorfeld

Durchgeführt wird der ICEMAN Wintertriathlon vom Verein HSV Triathlon Kärnten unter der Rennleitung von Hannes Bürger (Anm.: Hannes Bürger ist beruflich Oberst beim Österreichischen Bundesheer und u.a. auch als Sportoffizier engagiert tätig). Die Gesamtleitung läuft unter HSV-Präsident Gerald Florian. Die Zeitnehmung übernimmt Race-Result (Sumann/Menner). Hansjörg Moitzi leitet das Rennbüro. Emanuel Morelli ist für den Streckenaufbau zuständig, der von 21 Personen inkl. drei Mitarbeitern der Villacher Alpen Arena unterstützt wird. Am Wettkampftag sind zusätzlich noch 54 Personen entlang des Areals positioniert (Streckenposten-, Labestationen- und Construction-Team).




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ICEMAN Wintertriathlon
Fotocredit HSV/Bürger; v.l. am Boden knieend: ÖTRV-Präsident Zetting, Kärntens LH Kaiser, OK-Chef Bürger, HSV-Präsident FLORIAN

Welchen Stellenwert hat Wintertriathlon eigentlich beim HSV?

Wintertriathlon hat beim Heeressportverein Triathlon Kärnten einen hohen Stellenwert. Fast unser kompletter HSV-Nachwuchs trainiert im Winter mit Langlauf-Schiern und immer mehr Masters- und Eliteathleten folgen dem nach. Heuer „fördern“ natürlich die Corona-bedingten Hallenbad-Sperren den Zustrom zum Langlaufen. Unser HSV-Präsident forciert auch die Eltern zur Trainingsteilnahme und so kann es schon sein, dass sechs Gruppen auf den Loipen mit den Trainern unterwegs sind.

Corona – ein Thema das auch sicherlich zum Zeitpunkt des ICEMAN´s noch präsent sein wird. Doch wie sieht das Hygienekonzept beim HSV aus?

Da sind wir beim HSV sehr sensibilisiert! Ein guter Freund und Manager des Sportpark Klagenfurt ist daran verstorben. Alle Trainingsempfehlungen des ÖTRV, der BSO und auch des Sportstättenbetreiber (Villacher Alpen Arena) werden von uns penibel genau eingehalten. Z.B. werden unsere Trainer wöchentlich getestet und unsere HSV-Sportler nehmen an allen Testungen des Landes teil. Für unsere Sportler, Trainer und auch Eltern sind die COVID-Schutzmaßnahmen (MNS tragen, Abstand halten, Hände-Hygiene) schon selbstverständlich.

Mittlerweile hat der Kärntner ICEMAN Tradition. Wie hast du generell die letzten Jahre Wintertriathlon in Österreich miterlebt?

Wintertriathlon wird leider mancherorts – auch auf Verbandsebene – stiefmütterlich behandelt. Seit Jahren bemühen wir uns beim HSV, dass die Österr. Meisterschaften im Nachwuchs (Wintertriathlon) auch beim ÖTRV-Nachwuchscup gewertet werden. Dies würde die nationale Beteiligung steigern und die Meisterschaften auch aufwerten. Ein Lichtblick heuer ist die Wertung der Schüler A auch bei den Österr. Meisterschaften. Wir werden in Kärnten auch für die Schüler B und C einen einfachen Wintertriathlon zum Einstieg anbieten.

Leider haben traditionelle Wintertriathlonveranstalter in den letzten Jahren das „Handtuch“ geworfen (Zeltweg, St. Anna/Obdach), aber mit Leutasch/Tirol ist ein neuer Wintertriathlon 2021 (Anm. es ist zu einer Terminverschiebung gekommen, wird noch bekannt gegeben!) hinzugekommen. Welt- und Europameisterschaften werden seitens der ITU/ETU jährlich durchgeführt und mit Romana Slavinec und Carina Wasle sind zwei Österreicherinnen international erfolgreich. Insbesondere bei den Masters räumt Österreich regelmäßig EM- und WM-Medaillen ab.

Etwas mehr Engagement für den Wintertriathlon wäre daher wünschenswert: offizieller Verbandsbetreuer bei internationalen Wettkämpfen, finanzielle Unterstützung der Athleten bei Teilnahme am World-Cup.

Romana Slavinec
Romana Slavinec bei den Wintertriathlon Weltmeisterschaften

Die Villacher Alpenarena und das Areal rundherum bieten eine tolle Wintertriathlon Location. Wie ist die Zusammenarbeit mit den Betreibern der Villacher Alpenarena?

Die Alpen Arena in Villach hat sich nun schon seit Jahren für die Durchführung von Multisport-Events bestens bewährt. Die Rennloipe in Villach ist immer bestens präpariert – hier ist das VAA-Team um Chef Franz „Smokie“ Smoliner stetig bemüht um ausgezeichnete Streckenverhältnisse.

Wie sieht das Hygienekonzept für Athleten, Betreuer und Helfer vor dem ICEMAN genau aus?

Am Freitag, 26. Februar 2021 Nachmittags von 14.00 bis 17.00 Uhr werden alle Athleten und Betreuer (welche in die Wechselzone gehen) einem „Antigen-Schnelltest“ vor Ort in der Alpen Arena unterzogen. Die Kosten dafür übernimmt der HSV – die Sicherheit Aller ist uns wichtig! Alle freiwilligen Helfer werden ebenso einem Test unterzogen und am Wettkampftag ist für alle (freiwilligen Helfer, Athleten, Betreuer, Marshalls) im Start-Zielbereich, direkt am Wettkampfgelände und in der Wechselzone Tragepflicht einer FFP-2 – Maske!

Wieviel Aufwand steckt denn überhaupt hinter dem Hygienekonzept für den ICEMAN?

Die COVID-Schutzmaßnahmen sind – wie für alle Vereine und Veranstalter – ein komplett neues Aufgabengebiet für uns. Gemeinsam haben wir dies in den letzten Monaten schon gut gemeistert und für unseren Trainingsbetrieb bereits umgesetzt. Natürlich werden wir für den ICEMAN spezielle Schutzmaßnahmen vorsehen. Mit den Verantwortlichen im ÖTRV (Oliver Laaber) und KTRV (Klaus-Jürgen Kolitsch) wird ein eigenes COVID-19 Schutzmaßnahmenpaket „geschnürt“.

Welche organisatorischen Veränderungen sind für die Athleten wichtig zu wissen? Gibt es beispielsweise einen Massenstart oder einen Einzelstart?

Beim ICEMAN wollen wir alle Athleten vor dem Bewerb vor Ort testen (Freitag, bzw. Samstag). Es werden nur getestete Personen in den Athletenbereich eingelassen und diese Anzahl wird auch beschränkt. Das „Präventionskonzept“ für den ICEMAN ist bereits online und enthält alle wichtigen Informationen, bzw. Auflagen. Die Einzelstarts erfolgen ab 09.00 Uhr mit 10 sec Abstand. Nach Abschluss der Standard-Distanz (u 23 – Masters 80) folgt die Sprintdistanz ebenfalls mit 10 sec Abstand.

Bei der Labestation auf der Strecke befinden sich Helfer mit Handschuhe und einer FFP-2 – Maske. Das Getränk ist nimmt sich der Athlet selbst vom Tisch zu. Bei der Labestation im Ziel sind ebenfalls alle Helfer mit Handschuhe und FFP-2 – Maske ausgestattet.  Sie bereiten die warme Getränke, Obst und Riegel im Sackerl vor. Die Athleten nehmen die Sackerl vom Tisch mit.

Sollte sich bis 27. Februar nichts Gravierendes ändern, werden wir keine „übliche“ Siegerehrung durchführen. Es gibt eine Flower-Ceremony direkt im Zielbereich. Es werden einzelne Podiums aufgestellt, die  2 m auseinander stehend. Die Preise werden auf Stehtischen aufgelegt und durch die Ehrenden selbst übernommen. Leider entfällt dadurch die doch schöne Siegerehrung mit Essen in der Kaserne.

Duschen können übrigens mit dzt. Stand nicht angeboten werden – für Hartgesottene werden wir Wasserschläuche im Freien anbieten (grundsätzlich zum Reinigen des Rades gedacht ;-). Unbedingt zu beachten ist die schriftliche Voranmeldung der Trainer und Betreuer. Nur so können diese vor dem Bewerb zu ihren Athleten.

ICEMAN Wintertriathlon
Fotocredit: HSV/Bürger

Wieviel bedeutet es für dich und das gesamte Organisationsteam, dass die ÖSTM 2021 an Kärnten vergeben wurden?

Für mich selbst ist Wintertriathlon und die Organisation des ICEMAN eine „Herzens-Angelegenheit“. Unser Orga-Team beim HSV ist mit Freude dabei und wenn alles ordnungsgemäß geklappt hat, werden wir am 27. Februar wohl noch etwas „mit Abstand“ zusammensitzen. Ein paar Tage später hab ich meinen 60er und so hoffe ich sehr, diesen nach einem erfolgreichen ICEMAN auch feiern zu können.

Update: Terminverschiebung auf 6. März 2021!




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About Tri Your Life

Tri Your Life
Tri Your Life ist das Herzensprojekt von Katharina und Christian Feuchtner aus Schleißheim bei Wels (Österreich). Wir sind zwei leidenschaftliche Hobbysportler und betreiben in unserer Freizeit diverse Ausdauersportarten und vor allem Triathlon. Wir teilen nicht nur die Liebe zum Sport, sondern auch die Leidenschaft für das Schreiben und Fotografieren.

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