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Ernährungstipps für Allergiker

Für viele Menschen wird der Frühlingsbeginn auf Grund der Blütenpollen in der Luft zur großen Belastung. Ich (Katharina) bin ebenfalls immer wieder aufs Neue, Jahr für Jahr betroffen. Trainingstipps und bewährte Hausmittel haben wir bereits im Beitrag “Trainingstipps für Allergiker” zusammengefasst. Doch auch die Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei Allergiker, denn diese kann die Beschwerden verschlimmern, aber auch lindern. Daher haben wir unsere Ernährungstipps für Allergiker zusammengefasst.

Generell empfiehlt sich eine vitaminreiche, frische und abwechslungsreiche Ernährung. Aber es verträgt sich je nach Allergie nicht alles. Zucker, Fisch, Fleisch, Eier und Milch sollten auf dem Speiseplan nur eine geringe Bedeutung haben. Denn diese Kost setzt Histamin frei, das zu einer Verschlechterung der allergischen Symptome führen kann.

Pollen Birke Hasel



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Das Kreuz mit der Kreuzallergie

Während die Birkenpollen durch die Luft wirbeln, vertrage ich bestimmte Nahrungsmittel nicht bzw. verschlimmern sich meine Symptome eklatant. Trotz gut gemeinter vitaminreicher Ernährungsvorsätze muss ich leider auf Äpfel, während die Birken blühen, verzichten. Äpfel verstärken nämlich meine Allergie Symptome teilweise sehr stark.  Dafür sind die ähnlichen allergieauslösenden Eiweißstrukturen der Pollen und des Apfels verantwortlich. Es gibt aber auch Nahrungsmittel, die sich während meiner Apfelabstinenz positiv auswirken und die Toleranz gegenüber den Allergenen aufrechterhalten.

In welcher Kombination treten Kreuzallergien auf?

Hört auf euren Körper und achtet auf Symptome während der Allergiephase. Sollten sich diese verstärken, dann könnte dies einer Kreuzallergie geschuldet sein.

Während der Birkenpollen kann ich den allgemeinen Empfehlungen nur zustimmen: Stein-, Kernobst und Nüsse nur in Maßen konsumieren. Wer mit Gräserpollen seine Probleme hat, der sollte mit Getreideprodukten und Hülsenfrüchte haushalten. Kräuterallergiker sollten weniger Karotten, Sellerie, Paprika, Paradeiser, Gurken, Knoblauch essen und auf verschiedene Gewürze verzichten.

Wichtig ist, sich individuell je nach Allergie, über mögliche Kreuzallergien zu informieren und die eigene Reaktion zu beobachten. Eine gute Übersichtstabelle der Kreuzallergien gibt es hier.

Apfel aufgeschnitten

Histaminarme Ernährung für Allergiker

Wenn die Pollen fliegen, äußert sich unser Immunsystem mit einer Überreaktion gegen die darin enthaltenen Eiweißstoffe. Dabei setzt unser Körper Histamin frei, das schlussendlich unsere Beschwerden in Form einer allergischen Reaktion auslöst.  Mit einer histaminarmen Ernährung können sogenannte „Botenstoffe“ im Körper in Grenzen gehalten werden. Es gibt einige Minerale und Vitamine die Symptome lindern und die Abgabe von Histamin verhindern können. Ich setzte daher vermehrt auf Haferflocken während der Pollenzeit, den ich als Brei mit Kokos-oder Mandelmilch verarbeite. In Haferflocken sind nämlich Vitamin B6 und Mangan enthalten. Auch im Vollkornreis findet man diese Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem kann eine Vitamin-C reiche Ernährung ebenfalls die Symptome lindern. Vor allem achte ich aber darauf Weizenprodukte, hefehaltige Fertigprodukte, Hülsenfrüchte, Paradeiser oder Schokolade möglichst weg zu lassen. Weizenprodukte ersetze ich entweder durch eine Low-Carb Variante oder auch durch Dinkel.

Dinkelprodukte Dietachmair

Ernährungstipps für Allergiker

Es gibt einige Nahrungsmittel, die uns gegen Allergien helfen können. Gezielt in der Ernährung eingesetzt, können wir allergische Reaktionen vorbeugen oder die Symptome reduzieren.

Broccoli

Broccoli ist reich an Vitamin C und an antioxidativen Senfölglykosiden, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Daher ist Broccoli in der Lage verstopfte Neben- und Stirnhöhlen zu befreien.

Grünes Blattgemüse

Dazu zählen: Grünkohl, Mangold, Spinat und alle anderen dunkelgrüne Gemüsesorten. Sie besitzen u.a. sekundäre Pflanzenstoffe, die allergische Symptome bekämpfen können. Darüber hinaus sind sie reich an Carotinoiden und anderen Antioxidantien. Am wirkvollsten ist das Beimengen mit einem Schuss hochwertigem Olivenöl, um die Aufnahme der festlöslichen Carotinoiden zu fördern.

Süßkartoffel

Süßkartoffeln sind reich an Kalium, Mangan und Vitamin B6. Das enthaltene Vitamin C kann das Immunsystem stärken und die Produktion von Histamin reduzieren.

Petersilie

Petersilie kann ebenfalls die Ausschüttung von allergieauslösenden Histaminen verhindern. Sehr gut eignet sich Petersilie als Zusatz in Suppen, Salaten oder als Beilage mit Süßkartoffeln.

Thymian

Thymian gehört zu den Heilkräutern, die wir auch zuhause haben. Es ist ein äußerst effektiver und vor allem natürlicher Schleimlöser. Frisch zubereiteter Thymian-Tee kann oft Wunder wirken.

Thymian

Quercetin

In Äpfel, Zwiebel und Knoblauch ist ein kraftvoller Pflanzenstoff namens Quercetin enthalten, der ganz ähnlich wie Antihistamine wirkt. Wenn man also regelmässig Quercetin zu sich nimmt kann man die anstrengenden Symptomen einer Allergie lindern. Aber Achtung bei Kreuzallergien, wie z.B. Apfel + Birkenpollen.

Vitamin C

Vitamin C  kontrolliert den Histaminspiegel im Blut und im Körper. Zitrusfrüchte sind bekanntlich gute Vitamin-C-Lieferanten. Doch muss man hier beachten dass z.B. Orangen oder Zitronen die Histaminbildung fördern! Dennoch sollte man gerade bei Allergien  auf eine ausreichende Vitamin C  Zufuhr achten, denn je tiefer der Vitamin-C-Spiegel sinkt, desto höher wird der Histaminspiegel, der wiederum Allergien verschlimmert.

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Ausreichend trinken

Befeuchtete Schleimhäute bilden eine stärkere Barriere gegen Pollen und dies wiederum ist wichtig für unser Immunsystem. Dabei unterstützen uns beispielsweise verschiedene frisch zubereitete Kräutertess, wie ein Melissentee mit Thymian. Dieser eignet sich auch zur Inhalation.

Hier findet ihr eine gut zusammengefasste Informationstabelle über Histamingehalte von Lebensmittel.




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