Home / Gastbeiträge / Wiggi und das Schwimmen [Gastbeitrag]

Wiggi und das Schwimmen [Gastbeitrag]

Ein Triathlon könnte so schön sein, wenn nur das Schwimmen nicht wäre. Genau so erging es mir, nach dem Entschluss, dass ich mich persönlich in Richtung Triathlon entwickeln möchte. Meine ersten Laufversuche waren erfolgreich und mein Rennrad hat mittlerweile auch mehrere Kilometer abgespult. Jetzt fehlt eigentlich nur mehr eine Disziplin. Das kann doch nicht so schwer sein oder doch?



[Anzeige powered by Google]

Aller Anfang ist schwer

Nachdem für mich die Brustschwimmtechnik bei meinem ersten Triathlon nicht in Frage kommt, sollten mir Videos im Internet und 1-2 Fachbücher zum schnellen Schwimmerfolg verhelfen. Nach Absolvierung der Lektüre ging es ins Hallenbad. Mit der Erkenntnis, dass das Schwimmen wohl die technisch anspruchsvollste Disziplin darstellt, warf ich nach ca. 15 Minuten bereits sprichwörtlich das Handtuch. In einer für mich ungewohnten Umgebung komplexe Bewegungsabläufe durchführen und nebenbei auf’s Atmen nicht vergessen – das schrie förmlich nach professioneller Hilfe.

Wiggi Impossible

Schwimmen unter professioneller Anleitung

Während ich voller Tatendrang auf meinen Schwimmlehrer wartete, beobachtet ich die restlichen Sportler, welche genüßlich und federleicht wirkend Bahn um Bahn schwammen. Bei meiner ersten Übung fand ich mich jedoch mit ausgestreckten Armen am Beckenrand im Kinderbereich wieder.  Es dauerte einige Hustenanfälle, leichte Panikattacken und Beinkrämpfe bis meine Bemühungen einem Kraulstil ähnelten. Mit systematisches Training und regelmäßiges Feedback durch einen Profi am Beckenrand, war es jedoch bereits nach einigen Stunden möglich, mich einer Trainingsgruppe anzuschließen. Die ersten Sorgen und Zweifel waren verflogen.

Wiggi Schwimmutensilien

Pullbuoy, Paddles, Flossen und ein Schwimmbrett sollten von nun an meine täglichen Begleiter beim Schwimmtraining sein. Gerade für Anfänger ist es besonders wichtig eine saubere Technik zu erlernen. Das Techniktraining gehört, im Gegensatz zu den anderen zwei Sportarten, zu jeder Einheit dazu. Zusätzlich wird das Training so nicht zum monotonen Kachelzählen und sorgt für genug Abwechslung im Schwimmalltag. Durch die Regelmäßigkeit gelang es mir bereits nach ca. 3 Wochen einige hundert Meter am Stück zu schwimmen. Was anfänglich mehr nach Überlebenskampf als nach einer dritten Disziplin beim Triathlon aussah, machte mir zunehmend Spaß.

Wiggi Freunde Schwimmen

Neues lernen

Um etwas Neues zu erlernen, muss man seine Komfortzone verlassen. Es liegt in der Natur des Menschen, dass man sich vor Fehlern und Kritik scheut. Hat man jedoch die erste mentale Hürde überwunden und sich dem Neuen gestellt, machen wir nach den ersten kleinen Erfolgen Bekanntschaft mit dem Glückshormon Dopamin. Wenn wir positive Erfahrungen machen, wird in unserem Hirn vermehrt dieser begeisternd und motivierend wirkende Botenstoff ausgeschüttet. Routine und Eintönigkeit hingegen lassen einen träge wirken und erstickt jegliche Dopaminproduktion bereits im Keim. Nicht nur beim Sport hilft es manchmal geregelte Bahnen zu verlassen und neue Wege einzuschlagen. Und da ich weder einen adonisartigen Körper habe, noch der talentierteste Schwimmer bin, sollte das vielen Zweiflern auch gelingen.

Wiggi Schwimmen Titelbild

Mehr Infos zu Hartwig Ortner alias Wiggi gibt es auch im Interview mit unserem Gastautor oder seinem privaten Facebook-Profil.




[Anzeige powered by Google]

 

About Hartwig Ortner

Hartwig Ortner
Hartwig Ortner alias Wiggi ist 29 Jahre alt und als Gastautor bei TriYourLife tätig. Seine Leidenschaft ist Triathlon. Sein Weg dorthin außergewöhnlich. Über 60kg hat er abgenommen. In seinen Beiträgen lässt er uns an seiner persönlichen Geschichte vom 135kg-Mann zum Triathleten teilhaben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.