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Wiggi und das Freiwasserschwimmen

Anfang Dezember habe ich meine ersten Schwimmstunden genommen. Seitdem war ich im Schnitt 2 bis 3 mal die Woche im Hallenbad. Manchmal mit einer Trainingsgruppe, teilweise alleine. Durch konsequentes Training sind meine Sorgen und Ängste vor der 1. Disziplin komplett verflogen und es macht mir immer mehr Spaß. Das Wassergefühl wird stetig besser und die Leistungskurve zeigt nach oben. Vor Kurzem stand der Wechsel ins Freiwasser, also in eine für mich ungewohnte Umgebung, an.

Wiggi Freiwasserschwimmen Neo



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Vom Becken ins Freiwasser

Als Kind bin ich sozusagen in Schwimmbädern groß geworden. Man sieht den Beckenboden, kann dank Linien und Kacheln geradeaus schwimmen und eine Badehose und Schwimmbrille sind ausreichend. Die größte Neuheit für mich als Neuling war der Neoprenanzug. Bei einem Testschwimmen habe ich eine zweite Haut aus Kautschuk erstanden und war beeindruckt, wie mich dieses Teil beim Schwimmen unterstützt. Auch ohne Beinarbeit bleibt meine Wasserlage konstant gut. Einen Nachteil hat der Anzug dann doch: Die Armbewegung wird durch den Widerstand ein wenig anstrengender. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase mit ordentlichen Muskelkatern, hat sich mein Körper aber auch daran gewöhnt.

Der für mich größte Unterschied ist zugleich eine mentale Prüfung. Wenn ich den Kopf nach unten gerichtet habe, sehe ich die Farben dunkelgrün bis schwarz. Auch das Blickfeld reicht meist nur bis zu den ausgestreckten Händen. Was sich also rund um mich so abspielt inklusive andere Seebewohner, habe ich nicht im Überblick. Es hat mich anfangs viel Kraft gekostet, dies auszublenden und ruhig zu bleiben. Zusätzlich zu dem sehr eng anliegenden Neoprenanzug eine echte Herausforderung.

Wiggi Start Freiwasser

Meine ersten Freiwasserbewerbe

Ende Mai ging es schließlich zu meinem ersten Schwimmwettkampf im Freiwasser. Distanz: 1500 Meter. Das sollte zum Eingewöhnen reichen. Der Wasserstart gleichzeitig mit anderen Schwimmern ist dank dem ein oder anderen Tritt bzw. Schlag gewöhnungsbedürftig, hat aber durchaus seinen Reiz. Nach kurzer Zeit zieht sich das Feld sowieso auseinander, da jeder bemüht ist, das passende Tempo für sich zu finden. Nach 27:XX war meine Premiere auch schon vorbei. Ein knappes Monate später habe ich mich dann auf der klassischen Ironman Distanz von 3,8 Kilometer versucht. In Klagenfurt besteht die Möglichkeit beim Lendkanal Crossing von der Innenstadt bis zum Wörthersee zu schwimmen. Nach einem verhaltenen Start, konnte ich mir nach 1:15:XX zufrieden eine Finishermedaille umhängen lassen.

Wiggi Freiwasserschwimmen

Die Umstellung in das Freiwasser ist für die ersten Versuche also durchaus geglückt und macht definitiv Lust auf mehr. Kopf und Körper haben die Umstellung gut hinbekommen und sind bereit für weitere Wettkämpfe. Wenn ich zurückblicke, dass ich vor einigen Monaten als kompletter Neuling im Kinderbecken meine ersten Schwimmversuche gestartet habe, kann ich mit dem bisherigen Leistungen durchaus zufrieden sein. Es tut gut, wenn man die Bestätigung bekommt, dass sich Konsequenz und Ambition am Ende des Tages bezahlt machen. So habe ich nun alles beisammen, um in Kürze mein Triathlondebüt zu feiern.

Mehr Infos zu Hartwig Ortner alias Wiggi gibt es auch im Interview mit unserem Gastautor oder seinem privaten Facebook-Profil.
Eine Sammlung aller bisherigen Beiträge von Wiggi findet ihr hier.

Wiggi und das Freiwasserschwimmen Titelbild




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About Hartwig Ortner

Hartwig Ortner
Hartwig Ortner alias Wiggi ist 29 Jahre alt und als Gastautor bei TriYourLife tätig. Seine Leidenschaft ist Triathlon. Sein Weg dorthin außergewöhnlich. Über 60kg hat er abgenommen. In seinen Beiträgen lässt er uns an seiner persönlichen Geschichte vom 135kg-Mann zum Triathleten teilhaben.

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